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Anforderungen an einen Fotorucksack

Fotograf Michael Martin über die Anforderungen an einen Fotorucksack

Was passiert, wenn ein weltbekannter Fotograf und ein Rucksack Pionier gemeinsame Sache machen?

Michael Martin gehört zu den bekanntesten Fotografen Deutschlands. Er blickt auf über 40 Jahre Erfahrung in der Fotografie zurück. Mit seinen faszinierenden Bildern und fesselnden Vorträgen, Büchern und Filmen erreicht er weltweit Menschen. Er bereiste alle Wüsten dieser Erde, entdeckte die Arktis und Antarktis bis zum Nordpol und Südpol. Ab 2017 widmete er sich seinem bislang größten Projekt, einem Porträt des Planeten Erde. In „Terra – Gesichter der Erde“ zeigt Michael Martin die Einzigartigkeit der Erde im Universum, aber auch den Einfluss des Menschen auf unseren kostbaren Planeten. Für den neuen deuter Jaypack kehrte der weltweit anerkannte Fotograf zurück zu seinen Wurzeln – nach Gersthofen.

Michael, die Wüsten dieser Welt sind deine zweite Heimat. Outdoor-Reisen und Fotografie, das gehört für dich zusammen wie Sand und Wüste. Welche Erfahrungen hast du bisher mit Fotorucksäcken gemacht?

Ich bin schon lange von Fototaschen auf Fotorucksäcke umgestiegen und schätze diese nicht nur für den höheren Tragekomfort, sondern auch aufgrund der besseren Übersichtlichkeit und Handhabung.

Welche Eigenschaften und Features sind dir bei einem Fotorucksack am wichtigsten?

Er muss sich gut tragen lassen, einfach abzunehmen sein und entweder von selbst stehen oder im liegenden Zustand gut zugänglich sein. Dabei muss meine wertvolle Kameraausrüstung natürlich optimal geschützt sein.

Für wie viele Bodys und Objektive muss in deinem Fotorucksack Platz sein?

Ich verwende nur einen großen Body mit angebrachtem 24/70 mm Zoom. Dazu packe ich fünf Objektive und Zubehör wie Akkus in den Fotorucksack. Dinge, die ich selten brauche, verwahre ich separat, um das Gewicht zu reduzieren. Auch das Notebook ist nicht immer dabei.

Wie schwer sind deine Fotorucksäcke in der Regel?

Kommt drauf an. Wenn ich ins Flugzeug steige, ist wirklich alles drin. Dann wiegt der Rucksack auch mal über 20 kg. On location komme ich mit 12 kg gut hin, da ich Stativ und Supertele meist separat transportiere.

Hat man als Fotograf wegen des Rucksacks regelmäßig Rückenschmerzen?

Nein, das hatte ich nie. Natürlich ist Schleppen von Ausrüstung ein beliebtes Thema unter Kollegen, aber ein 40-Stunden-Job  auf einem Bürosthul ist für den Rücken schlimmer.

Wie verteilst du das Gewicht idealerweise im Rucksack?

Klassisch unten die schweren Sachen, oben die leichteren. Einzige Ausnahme ist die Kamera. Die habe ich oben, um schnell ranzukommen.

Welche Rolle spielt für dich ein guter, schneller Zugriff auf dein Equipment?

Schneller, unkomplizierter Zugriff ist absolut entscheidend. An manchen Tagen öffne ich mehr als hundert Mal den Rucksack und hole Kamera und Objektive hervor. Da würde ein klemmender Reißverschluss oder ein anderes Hindernis schwer nerven.
 

                                                                   
 

Outdoor-Fotorucksäcke müssen nicht nur den Anforderungen ans Fotografieren gerecht werden, sondern auch denen verschiedener Sportarten wie Wandern, Klettern, Biken, Motorradfahren, … Worauf kommt es an, damit auch die sportliche Performance des Rucksacks stimmt?

Das Beste aus zwei Welten. Dafür heißt es auch immer Kompromisse eingehen. Für mich stehen bei einem Fotorucksack klar die Anforderungen ans Fotografieren im Vordergrund, der Rest tritt zurück. Das mögen andere vielleicht anders sehen. Für sie ist das Fotografieren der Nebenaspekt. Eines eint uns jedoch alle: Der Wunsch nach guter Verarbeitung, Schutz der Ausrüstung und guter Handhabbarkeit.

Was hältst du von der Kombination eines herkömmlichen Wander-, Bike- oder Skirucksacks mit einer gepolsterten und staubgeschützten Camera-Box als Insert?

Das ist für eine bestimmte Zielgruppe und bestimmte Anwendungen interessant. Die Möglichkeit des Umrüstens eines „normalen“ Rucksacks gibt Flexibilität, gerade denen, die mit dem Fotografieren anfangen und deren Equipment eventuell noch nicht so groß und umfangreich ist. Meine Ausrüstung ist für derartige Lösungen viel zu groß.

Du hast bei der Entwicklung der deuter Fotorucksäcke mitgearbeitet. Welche Features und Details lagen dir dabei besonders am Herzen?

Schneller Zugriff war für mich das A und O. Anfänglich war eine zusätzliche Sicherung per Clip geplant, von der ich allerdings abgeraten habe. Ferner konnte ich mit meiner Expertise zu einer sinnvollen Raumeinteilung beitragen und das deuter Team darin bestärken, den Fotorucksack von hinten beladbar zu machen, um einen dreckigen Rücken zu vermeiden, nachdem man ihn wieder aufgenommen hat. Es ging außerdem um Material, Maße und Farben.

Wohin darf dich dein neuer deuter Jaypack künftig begleiten? Welche Reisen planst du in nächster Zeit?

Bald geht es für mich in die Hocharktis in Spitzbergen. Da ist ein Prototyp des deuter Jaypack mit dabei.

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