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Wandern mit Baby & Kleinkind: So wird der Ausflug zum Erfolg

Die richtige Planung für eure Wanderung mit Kleinkind

Wandern mit Kleinkindern ist eine wunderbare Möglichkeit, als Familie die Natur zu entdecken, Abenteuer zu erleben und schöne gemeinsame Momente zu sammeln. Was du und deine Lieben auf eurer ersten gemeinsamen Wanderung als Familie wissen müsst, welche Route die richtige ist und was in Wanderrucksack und Kraxe verstaut sein sollte, erfährst du hier.

Zum Inhalt:
Ab welchem Alter ist eine Wanderung mit einem Kleinkind möglich?
Das solltest du bei der Tourenwahl beachten
Die optimale Dauer der ersten Wanderungen mit Kleinkind
Die richtige Kleidung für eine Wanderung mit Kleinkind
Welche Verpflegung nehme ich auf die Familien-Wanderung mit?
Unsere Packliste zum Wandern mit Kindern

 

Ab welchem Alter ist eine Wanderung mit einem Kleinkind möglich?

Mithilfe einer Kraxe ist bereits früh eine Wanderung mit Kleinkind möglich. Allerdings sollte es bereits selbstständig frei sitzen können und eine gute Kopfkontrolle haben. Sicher in der Kindertrage sind somit Kleinkinder ab einem Alter von ungefähr 8 Monaten unterwegs. Hierbei solltest du dich jedoch stets an dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes orientieren. Dein Kind ist bereits größer und will nicht nur selbst laufen, sondern auch einen eigenen Rucksack? Für Kinder ab 3 Jahren eignet sich ein Kinderrucksack, in dem das Lieblingskuscheltier Platz findet. Ob Kleinkind oder älteres Kind – die erste Wanderung solltest du entspannt angehen und euch beide nicht überfordern. So wird der Ausflug in die Berge zu einem Highlight für die ganze Familie.
 

Wandern mit 1-, 2- oder 3-jährigem Kind: Das gilt es bei der Tourenwahl zu beachten

  • Höhenmeter: Beim Wandern mit kleinem Kind oder Baby solltest du keinen neuen Höhenrekord aufstellen wollen. Denn die Kleinen haben Probleme mit der dünner werdenden Luft in den Bergen. Dies ist natürlich davon abhängig, wo ein Kind lebt und woran es gewöhnt ist. Für Wanderung mit Kleinkindern oder sogar Babys gilt: nicht höher als 2000 Höhenmeter.
  • Unebenheiten: Neben der Höhe solltest du bei der Tourenwahl darauf achten, dass das Gelände nicht unwegsam ist und du sicher laufen kannst. Dein Kleinkind sitzt in seiner Kraxe hoch am Rücken und bekommt alle Unebenheiten mit. Die Hals-, Rücken- und Bauchmuskulatur kann in dem Alter ruckartige Bewegungen noch nicht abfangen.
  • Hindernisse: Bedenke bei Hindernissen wie herabhängenden Bäumen oder Felsdächern, dass der Kopf deines Kleinkindes, wenn es in einer Kindertrage sitzt, etwas höher ist als dein eigens Blickfeld.
  • Beschattung: Bei der Wahl der Tour für eine Wanderung mit Kleinkind ist es wichtig, auf die Beschattung zu achten. Gerade im Sommer kann es schnell zu heiß werden, wenn ihr länger in der Sonne wandert. Touren durch bewaldete Gebiete sind deshalb zu bevorzugen.
  • Zeitaufwand: Außerdem müssen Familien meist mehr Zeit einplanen, als in der Tourenbeschreibung angegeben ist, da Kleinkinder häufiger eine Pause brauchen, gewickelt werden müssen oder ein Stück des Weges selbst laufen möchten.

Beim Wandern mit Kindern zählt Abwechslung & Flexibilität

Eine Kleinigkeit solltest du bei der Tourenauswahl ebenfalls beachten: Kinder langweilen sich auf schnurgerade Schotterwegen noch schlimmer als die Eltern. Achte also darauf, dass die Wandertour etwas zu bieten hat. Ein Abenteuerspielplatz, eine Klamm, ein Wasserfall, ein Naturlehrpfad, ein Bach oder gar See sorgen auf einer Wanderung mit Kleinkindern für Vorfreude, Neugier, und Abwechslung.

Mit einem Ziel vor Augen läuft es sich zudem gleich leichter. Vielleicht die Wanderung zu dem Alpenzoo oder der Pommes-Hütte? Beziehe die Kinder ein und frage sie, worauf sie Lust haben. So freuen sich die Kleinen auf den Tag. Wenn das Kleinkind dennoch quengelt, setzt du am besten auf Flexibilität und Spontanität: Das Ziel der Wandertour zu erreichen, ist zweitrangig. Hier findest du weitere Tipps zum Wandern mit Kleinkind.

Auf jeder Wanderung mit Kindern gilt: Pausen nicht vergessen. Als Faustregel empfiehlt sich nach einer Stunde in der Kindertrage 10 bis 15 Minuten Pause. Die Kleinen erkunden die Umwelt und die Eltern erholen sich. Besonders spannend sind für Kleinkinder Wanderungen, die an einem Wasserfall oder einem Bach zum Plantschen vorbeiführen. Aber auch die kleinen Dinge wie ein Käfer oder ein Kleeblatt begeistern die kleinen Naturforscher. Kinder wollen jedoch oft wissen, wie denn nun ein bestimmter Baum heißt. Hier ist eine Naturfibel von Vorteil, denn so könnt ihr die Pflanzen und Tiere in der Umgebung besser kennenlernen. Zudem kannst du auf deiner Wanderung mit Kleinkindern auch mal ein paar Minuten Ruhe genießen, wenn die Kleinen mit Eimer und Becher an einem kleinen Bach beschäftigt sind und einen Staudamm bauen oder Steine sammeln.
 

Die optimale Dauer der ersten Wanderung mit Kleinkind

Damit sich Träger und Kind an die Trage gewöhnen können, sind deshalb ein paar kürzere Wanderung zu Beginn der gemeinsamen Bergabenteuer sehr zu empfehlen.

Der erste Ausflug in die Natur hält für dein Kind sehr viel Neues bereit: Die schaukelnden Bewegungen in der Kraxe stimulieren den Gleichgewichtssinn des Kindes. Es muss das Gelände und dessen Unebenheiten ständig mit dem Gleichgewichtsorgan und seiner Muskulatur ausbalancieren. Das ist für kleine Kinder sehr anstrengend und darf nicht unterschätzt werden. Das Kind sitzt in der Trage auch höher und kann so seine Umgebung auf ganz neue Art und Weise wahrnehmen. Diese ungewohnten Einflüsse können gerade bei den ersten Unternehmungen spannend und damit anstrengend sein. Beginne deshalb lieber mit kürzeren Touren und achte stets darauf, wie sich das Kind fühlt.

Aber auch für dich birgt die erstmalige Verwendung einer Kinderkraxe womöglich neue Herausforderungen: Aufgrund der ungewohnten Gewichtsverteilung ist auch für dich zum Einstieg eine leichte Wanderung sinnvoll. Je nach Alter des Kleinkindes kann es einen auch mal aus der Balance bringen, wenn der Sprössling in der Trage hin- und herschaukelt oder sich das Kleine nach interessanten Dingen umdreht. Das „Anziehen“ einer Kindertrage mit Kind und Ausrüstung kann am Anfang zudem etwas ungewohnt sein und sollte geübt werden.
 


 

Die richtige Kleidung für eine Wanderung mit Kleinkind

So viel wie nötig, so wenig wie möglich – bei einer Wanderung mit Kleinkind ist dieses Motto nicht leicht umzusetzen. Die benötigte Ausrüstung beginnt bei der passenden Kopfbedeckung und endet bei einem ordentlichen Schuhwerk. Letzteres hängt davon ab, wie viel dein Kleinkind schon selbst läuft. Dazu kommt dem Wetter angepasste Kleidung, am besten nach dem Zwiebelprinzip angezogen, Wechselwäsche, Regenjacke und ein Sonnenhut. Zu der Ausrüstung für eine Wanderung mit Kleinkind gehört auch Kindertrage-Zubehör wie Sonnendach und eine Regenhülle, sofern diese nicht im Modell integriert sind. Sehr praktisch sind zudem kleine Beinstutzen für Kinder, da die Hosenbeine beim Sitzen in der Kraxe oft hochrutschen und die Unterschenkel schnell kalt werden.

Am besten checkst du vor der Wanderung die Wettervorhersage. Zudem sollten ausreichend frische Windeln für dein Kleinkind mit in die Kindertrage. Da du Windeln nicht in der Natur „entsorgen“ darfst, leistet eine dichte Plastiktüte mit Verschluss gute Dienste beim Transport der vollen Windeln zurück ins Tal.
 


 

Welche Verpflegung nehme ich auf die Familien-Wanderung mit?

Etwas Leckeres zu Essen und ausreichend Wasser müssen bei jedem Wanderausflug dabei sein. Gesunde Snacks wie Obst und Gemüsesticks gehören ebenso dazu wie deftige Brote mit dem Lieblingsaufstrich der Kids. Lebensmittel sollten so gewählt werden, dass sie weder schmelzen noch bei niedrigen Temperaturen hart werden. Bei geringen Temperaturen sorgen warme Getränke, Suppen oder sogar Eintöpfe in entsprechenden Behältern für Begeisterung. Bei sommerlichen Temperaturen kann man ein paar Wasserflaschen vor dem Ausflug ins Eisfach legen. Diese bitte nur halb voll machen und kurz vor Abreise ganz füllen. Das Eis kühlt zum einen den Proviant, zum anderen haben die Kinder später kaltes Wasser zu trinken. Ein paar Leckereien dürfen es auch sein. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Gummibärchen zum richtigen Zeitpunkt den Tag rettet.

 

Unsere Packliste zum Wandern mit Kindern

✓ Wasser und Brotzeit
✓ Nachereien
✓ Wechselwäsche, warme Jacke, Regenjacke
✓ Kartenspiel
✓ Insektenset (Lupe, Lupenbecher, Schmetterlingsnetz)
✓ Wasserlösliche Stifte (zum Steine anmalen)
✓ Kleine Behälter (um Naturschätze zu sammeln)
✓ Taschenmesser (nur bei größeren Kindern)
✓ Naturfibel (um Tiere und Pflanzen zu identifizieren)
✓ Sonnen- und Insektenschutz, Zeckenzange
✓ Sonnenbrille
✓ Frische Windeln und Tüte für gebrauchte Windeln
Erste-Hilfe-Set

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