Planet
In der Natur fühlen wir uns zu Hause. Zu ihrem Schutz müssen wir uns zunächst bewusst machen, welche Auswirkungen wir auf die Natur haben - und diese Auswirkungen so weit wie möglich begrenzen. Wir setzen uns Ziele in den Bereichen Klimaschutz, Ressourcen und Chemikalien und arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern daran, diese zu erreichen.
Promise
Der Klimawandel ist eine immer größere Belastung für die Orte, an denen wir leben, arbeiten und draußen unsere Freizeit verbringen.
Wir werden die Treibhausgasemissionen in unserem gesamten Unternehmen und entlang unserer gesamten Lieferkette erfassen und Maßnahmen zu deren Reduzierung ergreifen.
Race to Zero
deuter hat sich über den SME Climate Hub der UN-Klimainitiative Race to Zero angeschlossen.
Bei Race to Zero schließen sich Unternehmen, Städte und andere nichtstaatliche Akteure zusammen, um die weltweiten Emissionen bis 2030 zu halbieren und bis 2050 auf Netto-Null zu senken.
Der SME Climate Hub bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen eine Plattform, über die sie ihre Emissionen ermitteln, Pläne zur Emissionssenkung entwickeln und über ihre Fortschritte berichten können. deuter publiziert die über diese Plattform veröffentlichten Informationen.
So steht deuter ein gemeinsamer Rahmen zur Ermittlung der eigenen Emissionen, zur Planung von Maßnahmen zur Emissionssenkung gemäß den den globalen Klimazielen sowie zur Berichterstattung über die erzielten Fortschritte zur Verfügung.
Mehr über Race to Zero
Mehr über den SME Climate Hub
deuter Promise Reports
Ermittlung unseres CO2-Fußabdrucks
Gemeinsam mit ClimatePartner ermitteln wir die Treibhausgasemissionen unseres Unternehmens und unserer Lieferkette. So können wir besser nachvollziehen, wo Emissionen entstehen, und feststellen, in welchen Bereichen Maßnahmen zur Senkung erforderlich sind.
Für die Berechnungen werden Daten zu Energieverbrauch und Aktivitäten von deuter und seinen Lieferanten mit geschätzten Emissionen durch Materialien, Produktion, Transport und andere Aktivitäten kombiniert. Die Ergebnisse sind über unsere ClimatePartner-ID-Links abrufbar:
Die Ergebnisse dieses Berechnungsmodells zeigen, dass die Gesamtemissionen von deuter sowie die durchschnittlichen Emissionen pro Produkt seit dem Referenzjahr 2022 gesunken sind. Die Entwicklung der Gesamtemissionen sollte im Zusammenhang mit den Veränderungen bei den Produktions- und Absatzmengen betrachtet werden, die im Jahr 2022 außergewöhnlich hoch waren.
Die Berechnungen zeigen außerdem, dass der größte Teil der Emissionen in der Lieferkette entsteht, insbesondere durch Materialien und Transport. Deshalb stehen diese Bereiche im Mittelpunkt unserer Bemühungen zur Emissionsminderung.
Unsere Emissionsdaten und Berechnungsmethoden werden für 2026/27 überprüft, wobei auch die Anforderungen an eine unabhängige Überprüfung berücksichtigt werden. Die aktuellen Ergebnisse sind Schätzungen auf Grundlage der verfügbaren Daten und können sich mit steigender Datenqualität und verbesserten Berechnungsmethoden ändern.
Strategie
Unser Emissions Reduction Team (ERT)
Die Reduzierung von Emissionen erfordert unternehmensweite Entscheidungen. deuter hat daher als Teil des Konzepts „360° Responsibility“ ein interdisziplinäres Team ins Leben gerufen, das sich der Emissionsreduzierung widmet und sämtliche diesbezüglichen Aktivitäten koordiniert.
Das Team setzt sich aus Mitarbeitenden der Bereiche Product Development, Procurement & Logistics, Marketing, Facility Management und Sustainability & CSR zusammen. Gemeinsam erheben sie Daten, ermitteln die wichtigsten Emissionsquellen und legen Prioritäten für deren Reduzierung fest.
Derzeit wird ein Überwachungssystem entwickelt, mit dem Maßnahmen, Zuständigkeiten und Fortschritte erfasst werden. Eine Ersterfassung ist bereits erfolgt.
Promise
Der Schutz der Umwelt vor schädlichen Substanzen hat für deuter als Outdoor-Marke höchste Priorität.
Wir überwachen die Auswirkungen, die unsere Produkte auf die Umwelt haben und reduzieren diese Auswirkungen durch eine sorgfältige Auswahl der Ressourcen, die Senkung des Ressourcenverbrauchs und den Verzicht auf schädliche Substanzen. Außerdem werden wir gemeinsam mit Partnerorganisationen und NGOs Umweltprojekte durchführen und unser Engagement in diesem Bereich künftig noch weiter ausbauen.
Strategie
Klare Regeln für Lieferanten
Die „Planet Guidelines“ von deuter legen klare Umwelt- und Sicherheitsanforderungen fest, die alle Lieferanten erfüllen müssen. Diese Anforderungen bestimmen, wie während des gesamten Produktionsprozesses mit Chemikalien, Abwasser und Sondermüll umzugehen ist und senken so das Risiko, dass Schadstoffe in deuter-Produkte gelangen.
Zu den wichtigsten Anforderungen gehören:
- REACH-Verordnung der EU: REACH steht für „Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“ (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien). Diese Verordnung regelt den Umgang mit gefährlichen Chemikalien in Produkten und Lieferketten. Lieferanten müssen Stoffe, die auf der Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC, Substances of Very High Concern) stehen, überwachen und die erforderlichen Informationen dazu vorlegen.
- Restricted Substances List (RSL) von deuter: Unsere RSL beschränkt oder verbietet bestimmte Chemikalien in Materialien und Endprodukten. Sie basiert auf der RSL von bluesign und wird regelmäßig aktualisiert.
- Manufacturing Restricted Substances List (MRSL) der ZDHC: Die MRSL der ZDHC-Initiative („Zero Discharge of Hazardous Chemicals“) legt fest, welche gefährlichen Chemikalien in der Produktion nicht eingesetzt werden dürfen. Der Schwerpunkt liegt dabei darauf, dass diese chemischen Stoffe erst gar nicht in Produkte, Abwasser oder Produktionsabfälle gelangen.
Arbeiten gemäß dem bluesign®-System
deuter ist seit 2008 bluesign®-Systempartner.
bluesign® unterstützt Unternehmen der Textilbranche dabei, ökologische und soziale Risiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu minimieren. Berücksichtigt werden dabei die Kriterien Chemikalien, Ressourcenverbrauch, Umweltauswirkungen, Arbeitssicherheit sowie die angewendeten Managementsysteme.
Das bluesign®-System greift auf drei Ebenen:
- Unternehmen: Managementsysteme und Prozesse werden anhand der bluesign®-Kriterien bewertet.
- Chemikalien und Materialien: Chemikalien, Materialien und Komponenten werden vor ihrem Einsatz in der Fertigung bewertet.
- Endprodukte: Endprodukte können zertifiziert werden, wenn sie und ihre Herstellungsprozesse die erforderlichen Kriterien erfüllen.
bluepass-Zertifizierung
Seit September 2026 verwendet deuter bluepass, ein Zertifizierungssiegel, das die bisherigen Siegel bluesign® PRODUCT und bluesign® APPROVED ersetzt. Das bluepass-Siegel kennzeichnet zertifizierte chemische Produkte, Materialien und Endprodukte, deren Herstellungsprozesse die entsprechenden bluesign®-Kriterien erfüllen.
Für Verbraucher, Einkäufer und Partner in der Lieferkette wird die Zertifizierung so leichter erkennbar und überprüfbar. Mithilfe eines QR-Codes können über die Plattform eines Drittanbieters produktspezifische Informationen abgerufen werden. Dazu gehören REACH-Angaben, Informationen zur Einhaltung der ZDHC-Vorschriften für Abwasser, Ergebnisse von Laboruntersuchungen und Dokumente zur Chemikaliensicherheit.
* Angaben gerundet
Ohne bewusst zugesetzte PFAS hergestellte Textilien
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen), mitunter auch PFC (per- und polyfluorierte Chemikalien) genannt, werden aufgrund ihrer wasser-, schmutz- und fettabweisenden Eigenschaften bei der Ausrüstung von Outdoor-Textilien verwendet. Viele PFAS sind jedoch sehr schwer abbaubar und können sich im Laufe der Zeit in der Umwelt anreichern.
Seit 2020 verwendet deuter ausschließlich DWR-Imprägnierungen (Durable Water Repellent) ohne bewusst zugesetzte PFAS. deuter wählt diese Imprägnierungen entsprechend den Anforderungen des eigenen Chemikalienmanagements und den geltenden Produktsicherheitsstandards aus.
Promise
Die effiziente Nutzung von Ressourcen ist unerlässlich, um die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Klima und Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Es ist unser Ziel, Produkte und Materialien so lange wie möglich in Gebrauch zu halten. Wir betrachten den gesamten Produktlebenszyklus von der Materialauswahl und dem Produktdesign über die Herstellung, Nutzung, Reparatur und Wiederverwendung bis hin zum Recycling mit dem Ziel, den Verbrauch von Rohstoffen und Energie zu senken und unsere Produkte kreislauffähiger zu gestalten.
Unser zirkulärer Ansatz
- Produktkreislauf: Wir achten auf Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und dauerhafte Nutzbarkeit. Pflege, Reparaturen, Ersatzteile, Second Life und ausgewählte Verleihdienste können die Lebensdauer von Produkten verlängern und deren Austausch hinauszögern.
- Materialkreislauf: Wenn neue Materialien benötigt werden, versuchen wir, den Anteil an recycelten Materialien zu erhöhen und gleichzeitig möglichst wenig neue Rohstoffe zu verwenden. Außerdem haben wir im Rahmen unserer Forschungs- und Pilotprojekte Möglichkeiten für recyclingfähigere Designs und Designs aus Monomaterial untersucht.
Die Herausforderung
Unsere Rucksäcke und Schlafsäcke bestehen aus vielen verschiedenen Stoffen, Beschichtungen, Schaumstoffen und Komponenten, um höchsten Ansprüchen an Funktion, Sicherheit und Langlebigkeit gerecht zu werden. Diese Materialien lassen sich oft nur schwer voneinander trennen und recyceln. Im Rahmen unserer Pilotprojekte ist es uns bisher noch nicht gelungen, eine skalierbare Kreislauflösung zu entwickeln. Wir verfügen daher noch nicht über ein umfassendes System zur Rücknahme und zum Recycling unserer Produkte. Die Verlängerung der Produktlebensdauer durch langlebiges Design und Reparaturen bleibt somit weiterhin der Schwerpunkt unseres zirkulären Ansatzes.
Verwendung von recycelten Materialien
Wenn bei der Produktion neue Materialien zum Einsatz kommen müssen, ist deuter bestrebt, einen möglichst hohen Anteil an recycelten Materialien zu nutzen, ohne dabei Abstriche bei Qualität, Langlebigkeit und Funktionalität zu machen.
Recycelte Materialien und Zertifizierungsumfang
Auf Grundlage der von den Materialherstellern bereitgestellten aggregierten Daten entfielen im Jahr 2024 40 % des gesamten Materialeinsatzes von deuter auf recycelte Rohstoffe. 2021 betrug dieser Wert noch 17 %. Diese Daten wurden nicht unabhängig überprüft. Sie beziehen sich auf den Materialeinsatz auf Unternehmensebene und nicht auf den Recyclinganteil einzelner Produkte.
Bei zertifizierten Materialien wird der Recyclinganteil anhand der Standards von Textile Exchange, wie dem Recycled Claim Standard (RCS) und dem Global Recycled Standard (GRS), dokumentiert und über die gesamte Lieferkette verfolgt. Die Zertifizierung gilt ausschließlich für die Materialien und Lieferkettenstufen, die in den jeweiligen Zertifikaten angegeben sind.
Textile Exchange ersetzt RCS und GRS durch den Materials Matter Standard (MMS).
Kreislauforientierte Design- und Entwicklungsprozesse
Die Kreislauffähigkeit beginnt schon bei der Produktentwicklung. deuter verfolgt dabei drei Design-Ansätze:
Analyse des Produktlebenszyklus
deuter hat bei verschiedenen Projekten Lebenszyklusanalysen für Produkte durchgeführt, um deren Umweltauswirkungen in den verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus zu untersuchen. Diese Analysen sind projektspezifisch und beziehen sich nicht auf die gesamte Produktpalette.
Im Rahmen einer früheren Zusammenarbeit mit Iteratif wurden ausgewählte Produkte analysiert und in Workshops Möglichkeiten für kreislauffähiges Design und Recycling untersucht. Die Projekte haben Erkenntnisse für die Produktentwicklung geliefert, allerdings verfügt deuter derzeit nicht über ein umfassendes Rücknahme- und Recyclingsystem.
Zirkuläre Dienstleistungen
Dienstleistungen, die die Lebensdauer von Produkten verlängern oder deren Nutzung intensivieren, sind ein wesentlicher Baustein der Kreislaufwirtschaftsstrategie von deuter.
Ressourcenschonung
deuter setzt sich dafür ein, den Materialverbrauch und das Abfallaufkommen bei Produktion und Verpackung zu senken.