Tourenplanung für Bike-Touren in alpinem Gelände

Gut geplant ist halb gewonnen. Das gilt auch für Bike-Touren. Dieser Basecamp-Beitrag soll dir als Handlungsleitfaden dienen. Er unterstützt dich bei einer strukturierten Planung und Durchführung deiner Touren. Übersichtlich zusammengestelltes Basis-Know-how und Checklisten helfen dir bei der Organisation und Durchführung deiner Traumtouren. Nicht zuletzt minimierst du damit auch die Sicherheitsrisiken auf Tour.
Planungsstrategien für Bike-Touren
Mit dem Mountainbike unterwegs zu sein ist ein dynamischer Prozess. Fast sekündlich ändern sich die Faktoren, die eine Tour beeinflussen: der Untergrund wechselt vom feinen, flowigen Alm-Trail zu einem steilen Schotter- oder Wurzelpfad, das Wetter ändert sich, die Tourenteilnehmer werden müde, ein geplanter Weg ist gesperrt – um nur einige Möglichkeiten zu nennen.
Eine gute Vorbereitung und Planung der Tour ist die wichtigste Voraussetzung, um die Tour tatsächlich vom Start bis zum Ziel genießen zu können. Unterwegs solltest du das Geschehen immer wieder evaluieren, um gegebenenfalls rechtzeitig handeln zu können. Alle wollen und sollen heil und gut gelaunt am Ziel ankommen. Deshalb haben erfahrene Tour-Guides immer einen Plan B und auch einen Plan C im Hinterkopf. Diese Alternativen ergeben sich aus einer überlegten Tourenplanung.
Die 3x3-Methode für Bike-Touren
Für eine stimmige Planungsstrategie müssen wir Biker*innen das Rad nicht neu erfinden. Es gibt aus dem Wintersport eine sehr gute Handlungshilfe, nach dem auch das Lehrteam des DAV ausbildet. Werner Munter, ein Schweizer Bergführer und Lawinenexperte, hat diese sogenannte 3 x 3-Methode geprägt. Sie stützt sich auf 3 x 3 Faktoren:
- MENSCH: die Teilnehmer*innen der Tour
- VERHÄLTNISSE: Wetter, Wege, Naturschutz, Bike-Verbot
- AUSRÜSTUNG: geeignetes Equipment, Ausstattung der Teilnehmer*innen, Zustand der Bikes, technische Fertigkeit in Sachen Bike-Reparatur
Jeder dieser drei Faktoren wird jeweils in den folgenden drei Phasen beleuchtet:
- PLANUNG bei der Vorbereitung Zuhause
- BEURTEILUNG VOR ORT unmittelbar vor Start der Tour
- ENTSCHEIDUNG AUF DER TOUR durch laufenden Check der Bedingungen und der Gruppe
So kannst du Bike-Touren systematisch, effektiv und umsichtig planen und bist auf verzwickte Situationen besser vorbereitet.
Als Check-Liste kannst du dir diese 3x3-Tabelle ausdrucken oder aufs Handy speichern.
Planen mit Plan
In den nächsten Abschnitten des Basecamps Tourenplanung geben wir dir bewährte Profi-Tipps, worauf du zu welchem Zeitpunkt bei deiner Strategie zur Planung und Durchführung der Tour achten solltest. Hier erfährst du mehr über die Themen:
- MENSCH: Gruppendynamik, Fahrtechniken und Fitness
- AUSRÜSTUNG: Packen, Pannen und Erste Hilfe
- VERHÄLTNISSE: Wetter, Planung & Orientierung, Naturschutz

Mensch
Die Sache mit der Gruppendynamik
Ein oft unterschätzter, aber nicht zu vernachlässigender Faktor ist bei Touren in der Gruppe der Faktor Mensch – sei es zusammen mit Partner*in oder Freund*in oder in einer größeren Gruppe. Jede Tourenteilnehmer*in bringt andere Vorstellungen und Voraussetzungen mit. Die geschmeidig unter einen Hut zu bringen, ist einer der wichtigsten Aspekte für eine gelungene Tour.
Je mehr Teilnehmer*innen, desto komplexer wird die Planung. Gerade bei langen Touren wie Alpenüberquerungen investieren die Teilnehmer oft viel Zeit und Energie in die Vorbereitung. Was sie aber häufig außer Acht lassen: Sie sprechen zu wenig über ihre individuellen Ziele und Wünsche. Dabei ist genau das entscheidend für ein positives Gruppenerlebnis. Das große Schweigen ist hier grundverkehrt. Konflikte in der Gruppe sind dann so gut wie vorprogrammiert.
Mit der Größe der Gruppe steigt die Gefahr von Interessenskonflikten. Aber auch die Möglichkeit von ungeplanten Zwischenfällen wegen Defekten, Stürzen, Formtiefs, unterschiedlicher Erwartungen an die Tour etc. Einfache Lösung: Reden, reden, reden … und sich immer klar abstimmen.
TIPP
Du suchst noch mehr Input, um unterwegs richtig zu handeln? In diesen deuter Basecamp-Beiträgen findest du eine Liste für den richtigen Partnercheck und einen detaillierten Überblick über Verhaltensregeln am Berg.
Checkliste
- Wie lange will ich unterwegs sein?
- Wie ist das Leistungsniveau in der Gruppe? Unterschiedlich oder homogen?
- Welche Art von Wegen/Trails will ich fahren?
- Welche Schwierigkeiten kann ich bewältigen?
- Wie hoch soll das durchschnittliche Tempo sein?
- Sind mir längere Pausen wichtig, sind solche Pausen geplant?
- Bin ich dazu bereit, schwächeren Gruppenmitgliedern zu helfen?
- Erwartungshaltung der Teilnehmer*innen nochmals kurz abklären
- Zeitplan und Routenführung besprechen
- Schlüsselstellen und eventuell wetterbedingte Planänderungen besprechen
- Fitness: Sind alle Teilnehmer*innen gesund? Gibt es jemanden in der Gruppe, der weniger fit ist als erwartet?
- Regelmäßig Motivation und Stimmung der Teilnehmer*innen checken und darauf reagieren
- Wie sieht es mit den Kraftreserven aus?
- Ist die Schwierigkeit der Trails für die Teilnehmer*innen angemessen? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
- Sind zusätzliche Pausen nötig?

Riding technique and fitness

Was sollte ich drauf haben?
Biketour. Je besser die Fahrtechnik, umso mehr schonst du deine Kraftreserven. Du fährst entspannter und kannst dich auf Abfahrten besser erholen. Mangelnde Fahrtechnik dagegen kann schnell zur Erschöpfung führen, das Sturzrisiko steigt. Die Tour macht weniger Spaß. Daher unser Tipp: Subjektiv knackige Touren sollten eher kürzer sein als leichtere Routen.
Neben der Fahrtechnik spielen Durchhaltevermögen und Ausdauer eine zentrale Rolle, was Länge und Dauer der Tour betreffen. In Gruppen ist ein annähernd einheitliches Konditionsniveau sinnvoll. Oder zumindest sollte bei stärkeren Fahrer*innen die Bereitschaft vorhanden sein, ihr Tempo an schwächere Gruppenmitglieder anzupassen. Im Idealfall können sie Schwächere unterstützen. Größere Leistungsunterschiede lassen sich auch ausgleichen, indem die schwächeren Gruppenmitglieder ein E-Mountainbike wählen.
Üben, üben, üben … wie man effizient an der Fahrtechnik feilt
Übung macht den Meister, und das gilt auch fürs Mountainbiken. Kilometer machen zwar irgendwann auch eine gute Fahrtechnik. Aber um zügig besser zu werden, musst du dich regelmäßig und mit Plan aus deiner Komfortzone herausbewegen. Eine effiziente Möglichkeit sind spezielle Fahrtechnikkurse, wie z.B. die unserer Partner: Happy Trails, Rock My Trail, Bike Academy Erzgebirge und Trailglück.
Fahrtechnikkurs fällig?
Kein Partner in der Nähe?
Dann schau doch mal auf unserer deuter Partnerseite.
Dann schau doch mal auf unserer deuter Partnerseite vorbei. Für das Training in Eigenregie findest du viele Anregungen im Internet. Auf den YouTube-Kanälen von OnTrail und Rock My Trail gibt es jede Menge gut nachvollziehbare Videos mit ausführlichen Erklärungen. Am besten suchst du dir Mitstreiter*innen, mit denen du übst. Gemeinsam macht es mehr Spaß, man kann sich gegenseitig Feedback geben und sich bei Bedarf unterstützen.
Das richtige Gelände fürs Fahrtechnik-Training
Leichtes Gelände – schwere Übungen! Neue Bewegungsmuster erlernst du am besten in einer angstfreien Umgebung. Auf einer Wiese oder einem flowigen Trail kannst du relativ gefahrlos vieles ausprobieren, bevor du dich mit den neu gewonnenen Fertigkeiten in raues Terrain wagst. Solche spielerischen Stunden bekommen oft völlig unerwartet eine Eigendynamik und sind kurzweiliger und unterhaltsamer, als du denkst.
DOWNHILL-FAHRTECHNIK: SPASS IM BIKEPARK
Ein Tag mit Liftunterstützung wird dich in Sachen Downhill-Technik regelrecht pushen. Mehr Tiefenmeter als im Bike-Park kannst du an einem Tag nicht zurücklegen. Das gibt Sicherheit, auch für die nächste Tour. Aber sei dir bewusst, dass manche Fahrtechniken im Bikepark zwar geduldet, aber auf Naturtrails unangebracht sind – zum Beispiel Drifts und andere Fahrformen mit blockierten Rädern. Eine naturverträgliche Fahrweise auf Tour sollte selbstverständlich sein.


Checkliste
- Check: Bringen alle Teilnehmer*innen das nötige Fahrtechnik-Level mit?
- Check: Bringen alle Teilnehmer*innen das nötige Fitness-Level mit?
- Wie können sich die Teilnehmer*innen bei unterschiedlichen Leistungslevels sinnvoll ergänzen?
- Check: Bringen alle Teilnehmer*innen das nötige Fahrtechnik-Level mit?
- Check: Bringen alle Teilnehmer*innen das nötige Fitness-Level mit?
- Wie können sich die Teilnehmer*innen bei unterschiedlichen Leistungslevels sinnvoll ergänzen?
- Check: Entsprechen die fahrtechnischen Schwierigkeiten und die Steigungen dem Fahrtechnik- und Konditionsniveau der Teilnehmer*innen?
- Welche Konsequenzen sind gegebenenfalls nötig? Sollte die Route geändert werden?
- Sollte sich die Gruppe an gewissen Passagen aufteilen?
- Wie können stärkere Gruppenmitglieder die schwächeren unterstützen?
Ausrüstung
Was muss mit auf Tour?
Egal ob Alpenüberquerung zum Gardasee, Mehrtagestour in den Westalpen oder Tagesausflug in den Hausbergen – nicht zuletzt entscheiden auch der Rucksack und sein Inhalt über Erfolg oder Misserfolg, Lust oder Frust auf der Tour. Um unvorhergesehene Situationen und Pannen zu meistern, dürfen Utensilien wie Reparatur-Kits und Mini-Tools nicht fehlen.


Welcher Rucksack ist der richtige?
Checkliste
Bei stabilem warmem Wetter kann das ein oder andere Bekleidungsteil ruhig zuhause bleiben. Und auch Übernachtungsutensilien sind natürlich nicht nötig. Ein Rucksack mit maximal 12 Liter Volumen reicht völlig aus. In der Regel wiegt er einschließlich Getränken und Verpflegung nicht mehr als 5 Kilogramm.
Mit kleinem Tagesgepäck kannst du alternativ zum Tagesrucksack ein Hip Bag verwenden. Alles über Vor- und Nachteile dieser beiden Lösungen erfährst du hier. Eine detaillierte Beratung zu Rucksäcken findest du hier.
Wie packe ich den Rucksack?
Grundregel: So leicht wie möglich, so schwer wie nötig. Denn je weiter das Gewicht vom Rücken entfernt ist oder je tiefer der Schwerpunkt sitzt, desto stärker wird dein Rücken belastet. Packe deshalb den Rucksack so, dass die schwersten Gegenstände in der Mitte des Rucksacks und nah am Rücken sind, um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen. Das erhöht auch deine Fahrsicherheit im Gelände. Mit den Kompressionsriemen kannst du das Packvolumen im Anschluss verkleinern und das Gewicht noch näher an den Körper bringen.
Weitere Tipps zum Rucksackpacken findest du hier.
Eine detaillierte Beratung zu Rucksäcken findest du hier.
Was muss in den Rucksack rein?
Erfahrene Transalp-Biker*innen wissen: Jedes nicht benötigte Teil ist zuhause besser aufgehoben als im Rucksack. Denn auf der Langstrecke zählt jedes Gramm. Überlege deshalb vorab genau, was du wirklich brauchst. Aber auch auf kürzeren Tagestouren solltest du genau wissen, welche essenziellen Sachen unterwegs benötigt werden.
Was du auf der Tour alles dabeihaben solltest und wie du deinen Rucksack optimal packst, findest du hier.


Bike Check und Bike-Reparaturen
Auf Tour kann der Weg zur nächsten Bike-Werkstatt weit sein. Deshalb solltest du die wichtigsten Tools immer griffbereit haben und routiniert damit umgehen können. Manche Bike Shops bieten Kurse für Schrauber-Noviz*innen an. Bei Interesse erkundigst du dich am besten bei den Shops in deiner Region.
Checkliste
- Check: Beherrsche ich wichtige Reparatur-Basics wie Reifenwechsel oder Wechsel des Bremsbelags?
- Reparaturen üben bzw. Reparaturkurs absolvieren
- Nötiges Bordwerkzeug für die Tour checken bzw. besorgen
- Bike Check: Ist das Bike in gutem, fahrsicherem Zustand
- Bremsbeläge checken
- Luft in Federgabel und Dämpfer checken
- Erneuter Bike-Check: Ist das Bike in gutem, fahrsicherem Zustand
- Habe ich alle nötigen Werkzeuge und Reparaturmaterialien im Rucksack?
- Auf langen Touren: Gib es notfalls Bike-Shops/Bike-Werkstätten entlang der Route?
- Bei verdächtigen Geräuschen Zustand des Bikes checken
- Nicht sofort nötige Schraubarbeiten bei ohnehin geplanten Pausen erledigen. Das spart Zeit.
Reparatur-Tipps on Tour
Bei Pannen während der Tour ist bisweilen Improvisationstalent gefragt. Wir haben dir die wichtigsten Hacks zusammengestellt, mit denen du dir bei Pleiten, Pech und Pannen auf Tour selbst aus der Patsche helfen kannst:


Erste Hilfe auf Bike-Touren
Protektoren für Knie und Ellbogen bieten neben Helm und Handschuhen einen guten Basisschutz, falls du die Ideallinie mal unfreiwillig verlässt und über den Lenker gehst. Oft musst du dir nur den Staub abklopfen, und es geht weiter. Oder es bleibt bei ein paar leichten Schürfwunden. Glück gehabt! Dennoch lohnt es sich, im Notfall auch für schlimmere Szenarien gerüstet zu sein.
So ist es wichtig deine Kenntnisse in Sachen Erste-Hilfe in regelmäßigen Kursen aufzufrischen oder zumindest online die wichtigsten Schritte und Maßnahmen zu checken. Auch ein Erste-Hilfe-Set mit Rettungsdecke sollte zu deiner Standard-Ausrüstung gehören. Falls noch nicht vorhanden, findest du hier einen Überblick über Erste-Hilfe-Sets. Und eine Nummer solltest du für den worst case immer im Kopf haben: Professionelle Rettungsdienste alarmierst du über die europaweite Notrufnummer: 112. Des Weiteren findest du einen Handlungsleitfaden für den Notfall mit dem SOS-Label in jedem deuter Rucksack.
Einen umfangreichen Überblick und eine strategische Anleitung zum Vorgehen bei Bike-Unfällen findest du in unserem Basecamp-Beitrag Erste-Hilfe Bike.
Verhältnisse
Das Wetter - Macht was es willwith
Wie bei jeder Outdoor-Sportart müssen wir uns als Biker*innen auf Wetterkapriolen einstellen. Wir sollten das nicht verharmlosen. Denn im Hochgebirge können plötzliche Wetterumschwünge ernste Konsequenzen haben. Doch Wetter ist ein weites Feld und zu verstehen, wie es entsteht und was es bedeutet, ein komplexer Sachverhalt.
Checkliste
Du checkst zuhause den Wetterbericht. Wie Wetterlage sieht stabil aus, leichte Gewitterneigung gegen Abend. Also wählst du die Tour so, dass du mit deiner Gruppe am frühen Nachmittag wieder zurück bist.
Du checkst nochmals den Wetterbericht. Du überprüfst den Himmel. Gibt es eventuell doch Anzeichen für eine frühere Wetterverschlechterung? Denn lokal können die Bedingungen in den Bergen sehr unterschiedlich sein. Musst du die Tour aufgrund der aktuellen Beobachtungen anpassen?
Du behältst das Wetter stets im Blick. Denn es ist ja durchaus möglich, dass ein Gewitter früher aufzieht und du die Tour frühzeitig abbrechen oder die Route ändern solltest.

Planung von Bike-Routen und Orientierung auf Tour


Die richtige Tourenplanung
Längst läuft ohne GPS-Gerät, digitale Karten oder Smartphone-Apps für viele Touren-Biker nichts mehr. Doch die klassische analoge Karte hat (noch) nicht ausgedient. Suchst du einen schnellen und guten Überblick über eine größere Region, sind gedruckte topographische Karten im Maßstab von 1:25.000 immer noch eine wertvolle Hilfe – vorausgesetzt, du hast gelernt sie zu lesen. Anbieter wie Supertrail Map oder Singletrail Map haben sich auf Trailtouren in den Alpen spezialisiert.
Die Auswahl an Bike-Touren im Internet ist mittlerweile grenzenlos. Allein auf Trailforks finden sich über eine halbe Million Bike-Trails in 135 Ländern. Weitere ergiebige Quellen sind zum Beispiel Fatmap, Komoot, GPS-Tour und Outdooractive.
Die meisten dieser Portale ermöglichen eine unkomplizierte Tourenplanung mit wenigen Clicks zuhause am Computer oder sogar per Smartphone. Auf Fatmap siehst du den Routenverlauf sogar in 3D.
How-to-Fatmap
Unser Tipp: Plane deine Tour in 3-D mit der digitalen Hilfe von Fatmap.

Checkliste
- Auswahl einer passenden Route
- Rastplätze oder Hütten für Pausen einplanen
- Alternativrouten/Rückzugsstrategien für schlechtes Wetter oder unerwartete Zwischenfälle festlegen
- Check: Habe ich Karte bzw. GPS-Gerät dabei?
- Sind die Tourdaten auf dem Smartphone?
- Alle Akkus geladen?
- Gibt es Orientierungsschwierigkeiten?
- Muss die geplante Route geändert werden (Wetter, Schwierigkeitsgrad, …)
- Gibt es unerwartete Wegesperrungen oder Bike-Verbote? Welche Alternativen gibt es?

Digitale Navigation: Vorsicht, Schwachstellen!
Blind auf das GPS-Gerät oder auf heruntergeladene GPX-Daten zu vertrauen, ist selbst im fortgeschrittenen digitalen Zeitalter nicht immer eine gute Idee. In Schluchten oder am Fuß steiler Felswände ist der Satellitenempfang oft ungenau. Oder er ist sogar komplett unterbrochen. Gerade in Gebieten mit vielen Pfaden bist du da schnell mal auf dem falschen Weg. Aus dem Internet heruntergeladene GPX-Tracks prüfst du am besten vorab am Computer, indem du sie mit einer digitalen Karte der Region verbindest. Das kann manch unliebsame Überraschung ersparen.
Eine Schwachstelle bei der digitalen Navigation auf Tour kann auch das Smartphone sein. Ist der Akku leer, mag auch der digitale Guide nicht mehr guiden. Eine Powerbank zum Nachladen sollte deshalb im Rucksack nicht fehlen.

Bei aller Euphorie den Naturschutz nicht vergessen
Ist die Tour einmal geplant und alle Teilnehmer*innen am Start sollte ein Appell an die Vernunft erfolgen. Die Natur ist für alle Outdoorsportler*innen die liebste Spielwiese. Für ihren Schutz und ihre Erhaltung zu sorgen ist unsere Pflicht. Daher sollte auf jeder Tour ein naturverträgliches Verhalten an den Tag gelegt und elementare Regeln für einen achtsamen Umgang und ein harmonisch Miteinander beachtet werden.
Den „Outdoor-Knigge“ mit den gängigsten Verhaltensregeln findest du hier: Mountain Code.
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