
Eat Right While Trekking
Steep and Deep Disentis März 2022
Was für ein Winter! Wenig Schnee und noch dazu sehr warme Temperaturen schon Anfang März. Als ich im Münchner Süden das Auto belade, trage ich ein Longsleeve. Kurzärmelig wäre ohne weiteres auch möglich gewesen.
Mit jeder Menge Erlebnissen im Gepäck, berichtet Ricarda Schneegass dir von ihrer unvergesslichen Skitour in der Region Disentis. Sie ist dreifache Mutter und Gründerin sowie Geschäftsführerin von Powderchase. Gemeinsam mit ihrem Team verhilft sie abenteurlustigen Kleingruppen zu Skitouren bei garantiert idealen Bedingungen.
Unser Ziel dieses Wochenende: die Region Disentis. Steile Couloirs, alpine Geländeübergänge, Winterklettersteige – das Gelände der Surselva im Schweizer Kanton Graubünden ist wie geschaffen für ein paar Adrenalin intensivere Skitage.
Das Ziel des ersten Tages: Der Oberalpstock und die Abfahrt ins Maderanertal. Um die hohen Temperaturen und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken zu minimieren, starten wir sehr zeitig.

Die Bergbahnen bringen uns hinauf auf knapp 2800m wo gleich zu Beginn der Tour, an einer felsigen Scharte, ein paar Drahtbügel auf uns warten: Genau unser Ding. Nach ein paar Metern bergab erreichen wir den Brunnifirn, an dessen Gletscherhänge der Hauptteil der insgesamt 700 hm zu bewältigen sind. Oben angekommen sehen wir die nun vor uns liegende Abfahrt ins Maderanertal. Fast 2500 hm sind es.

Breite Hänge, engere Rinnen, waldige Passagen und am Ende nochmal eine sehr exotische alpine Herausforderung. Als wir gegen 16:00 Uhr in Bristen ankommen sind wir glücklich und müde. Zum Glück ist das Schweizer Nahverkehrsnetz gut ausgebaut und per Bus und Zug geht es zurück zum Ausgangspunkt.
Auch am zweiten Tag nutzen wir jede mögliche Lift Unterstützung, um bis knapp unterhalb des Piz Ault zu kommen. Von dort dauert es nur ein paar Minuten bis zu einer Felslücke die einen Blick in das Val Strem eröffnet. Aufgrund der geringen Schneelage kommt das Seil unserer Bergführer Michi und Julian Bückers hier zum Einsatz und sie lassen uns bis zu einem sicheren Standplatz ab.

Was dann folgt ist Hochgenuss: Eine steile Rinne, die sich dann in einem flachen Talboden öffnet. Oben ist es griffig, unten firnig. Was will man mehr!?
Nach einem Felssturz im Jahre 2016 ist das hinausführende Val Strem gesperrt. Wer es nicht befahren möchte, muss den ca. 1- stündigen Umweg über die Alp Caschlé nehmen.

Als wir am Sonntag Nachmittag dann im T-Shirt auf dem Heimweg sind, grinsen wir übers ganze Gesicht: Mit ein paar Gleichgesinnten in den Bergen Abenteuer erleben. Das ist doch ganz bestimmt eine der schönsten Beschäftigungen der Welt!
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