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Trail Running 4 Tipps

Trail Running: Mit diesen 4 Tipps kannst du durchstarten!

Habe ich das gerade richtig gesehen? Läuft sie wirklich den Berg hoch? Ich reibe meine Augen und schaue nochmal genau hin. Ja, keine Frage, sie läuft! Während ich mich beim Wandern Schritt für Schritt langsam den Berg hoch schleppe, werde ich wieder locker flockig von einer Läuferin überholt.

Immer öfter trifft man auf die ganz fitten Outdoor-Sportler*innen, die Trail Runner. Ob bergauf oder bergab, ob an wurzeligen oder steinigen Passagen, immer wieder huschen sie flink an einem vorbei. Trail Running ist mittlerweile in aller Munde und erfährt zurzeit einen regelrechten Aufschwung.

Doch was genau ist Trail Running? Wir haben Natalia Schneider, erste lizensierte Trail Running Guide und Mitglied der deuter Alpine Family, gefragt und alles für euch zusammengefasst:

Ein Trail ist jeder unbefestigte Weg in der Natur. Das kann zum Beispiel ein Bergpfad, Wander-, Wald- oder Schotterweg sein. Trail Running bedeutet also nichts anderes als Laufen auf unbefestigten Wegen, abseits von asphaltierten Straßen.  Beim Traillauf geht es meist bergauf und bergab, auf ständig wechselnden Untergrund in der freien Natur. Immer wieder müssen dabei Hindernisse übersprungen werden. Beim Trail Running werden nicht unbedingt alle Teile der Strecke im Laufmodus absolviert. Je nach Geländeprofil und Schwierigkeitsgrad wird zwischen Gehen und Laufen abgewechselt, da in sehr steilen Passagen das schnelle Gehen meist ökonomischer ist.


Im Endeffekt ist Trail Running das, was du daraus machst: Ob mehrtägige Etappen über die Alpen, ultralange Distanzen fernab der Zivilisation oder eine Feierabend-Trailrunde im Wald – beides ist derselbe Sport. Egal ob fünf oder 50 Kilometer. Im Vordergrund stehen Naturerlebnis und individuelle Herausforderung. Fast jeder Schritt muss beim Trail Running anders gesetzt werden – das bedeutet neben körperlicher Anstrengung, jede Menge Spaß und sorgt meistens ein völlig neues Laufgefühl!

Trail Running – ein perfekter Ausgleich zum hektischen Alltag

Beim Trail Running solltest du dich von eventuellen zwanghaften Pace-Gedanken und all den gewohnten Denkmustern aus dem Straßenlauf verabschieden. Denn Distanz und Geschwindigkeit sind im Gelände wenig aussagekräftig. Zehn Kilometer auf einem knackigen Bergtrail, mit einigen Höhenmetern, beanspruchen oft doppelt so viel Zeit, wie zehn Kilometer auf der Straße.

Und wenn du an einer grandiosen Aussicht vorbeiläufst, halte ruhig an und genieße den Augenblick! Wichtig ist dabei nur, dass du nicht einfach querfeldein läufst, sondern auf dem Trail bleibst, um die Natur zu schonen und nichts zu zerstören. Das Laufen auf unbefestigten Wegen fordert volle Konzentration und Aufmerksamkeit und macht so den “Kopf frei“. Es ist ein perfekter Ausgleich zu unserem leistungsorientierten und hektischen Alltag. Dadurch wird das Trail Running zu einem ganzheitlichen Training für Körper und Geist.

Trail Running ist eine Sportart, ganz klar. Doch in erster Linie soll es Spaß machen – also nicht schämen, wenn du mal bergauf gehen muss, überholt wirst oder oben am Gipfel vollkommen fertig bist. Was zählt sind die Erfahrungen, die du unterwegs sammelst!

Was für eine Ausrüstung brauche ich fürs Trail Running?

  • Das Schuhwerk kann beim Berglauf oder Trailrunning zu einer eigenen Wissenschaft werden. Ich persönlich halte es für wichtig, dass die Schuhe vor allem gut passen. Ob sie dann etwas leichter oder schwerer sind, ob sie etwas stabiler oder etwas dynamischer sind – das alles ist Geschmackssache. Nach und nach wirst du herausfinden, mit welchen Trail Running Schuhen du dich am wohlsten fühlst. Das hängt vor allem auch mit deinen Strecken zusammen. Jemand, der vor allem auf Waldwegen unterwegs ist, wird einen anderen Schuh bevorzugen als jemand, der auf hochalpinen Trails unterwegs ist.
  • Komfort wird beim Trail Running großgeschrieben. Nichts ist so demotivierend wie Blasen am Fuß oder wie Scheuerstellen von unpassender Ausrüstung. Daher sollte man auf hochwertige Bekleidung und passende Schuhe achten!
  • Fast immer wird von Gewichtsreduktion gesprochen – häufig sicherlich etwas übertrieben. Aber beim Trail Running zählt wirklich das Gewicht. Jedes hundertstel Gramm im Rucksack macht sich ab einigen hundert Höhenmetern bemerkbar. Daher empfehle ich dir, deinen Rucksack bewusst zu packen und auf leichte und dennoch funktionale Ausrüstung Wert zu legen. Hier lohnt sich eine spezielle Trail Running und Berglauf Ausrüstung (z.B. eine leichte Regenjacke) sowie einen speziellen Trail Running Rucksack.
     

Welchen Trail Running-Rucksack empfiehlst du?

Um das benötigte Material sicher zu verstauen und angenehm zu transportieren, ist ein guter Trail Running-Rucksack ausschlaggebend. Die Größe vom Rucksack hängt vor allem von der Dauer deiner Tour ab. Für Tagestouren oder auch ein Rennen reicht das Fassungsvolumen von 2 bis 13 Liter. Für Mehrtagestouren oder Laufen unter extremen Bedingungen empfehle ich einen Rucksack mit bis zu 20 Liter.

Ascender Trail Running-Rucksack
Für meine Trailruns und Ultraläufe nehme ich am liebsten den neuen deuter Ascender. Mit den westenförmigen Schulterträgern und elastischen Kompressionszug schmiegt sich der Trail-Running Rucksack von deuter perfekt an meinen Körper an. Damit sitzt er bequem und fest, auch bei Sprüngen über Hindernissen und schnellen Bewegungen. Zudem besitzt er eine extra Vorrichtung für ein 2-Liter Trinksystem und zwei Flask-Taschen vorne an den Schulterträgern. Damit bist du mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

Was sollte ich noch beachten?

  • RICHTIG PACKEN: Die schweren Dinge solltest du möglichst nah am Körper und tief im Rucksack verstauen. Deine Trinkflaschen oder auch die deuter Streamer Flasks, passen vorne in die dafür extra vorgesehenen Taschen. Die schnell zugänglichen, elastischen Seitentaschen kannst du mit Riegeln usw. füllen. Das Smartphone findet vorne in der Meshtasche Platz und ist damit jederzeit schnell zu erreichen. Deine Wertsachen sind am sichersten im extra Reißverschlussfach im Inneren des Rucksacks aufgehoben.
  • ERSTE HILFE Packset mit Rettungsdecke. Superleicht und klein, aber genauso effektiv und im Notfall lebensrettend. Gehört bei jedem Trailrun auf jeden Fall in deinen Trail Running-Rucksack.
  • HANDY: Das Handy kommt immer mit. Nicht nur um großartige Fotos zu knipsen oder zur Navigation, sondern auch um im Notfall jemanden zu kontaktieren oder von Rettungsdiensten geortet werden zu können. Stelle sicher, dass dein Handy während dem Laufen eingeschaltet und dein Notfallkontakt abgespeichert ist.
  • Denk an ausreichend Flüssigkeit und Snacks. Am besten hast du zwei 0.5 L Softflasks dabei, die sich unterwegs leicht auffüllen lassen. Für sehr lange Touren ohne Möglichkeit Wasser zu tanken, eignet sich eine Trinkblase (deuter Streamer) oder Flask mit Filter. Pack außerdem energieliefernde Snacks ein. Ob Nüsse, Datteln, Riegel oder Gels – das ist Geschmacksache und hängt auch von der geplanten Anstrengung ab.

Noch mehr Tipps von Natalia findest du in unseren Video Tutorials.
Hier findest du mehr Infos zu den Themen:

Viel Spaß beim Ansehen!

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