ONTOP LITE ABS 26

Einer der leichtesten Lawinenrucksäcke mit fest eingebautem ABS®-Twinbag-System!
Der OnTop Lite bietet genug Platz für ausgedehnte Tagesausflüge und ausreichend Komfort um die Tour zu genießen.

Auf's Wesentliche minimiert ist er perfekt für gewichtsorientierte Freerider, Variantenfahrer und Ski-Alpinisten.

ONTOP ABS 28 SL & 30

Preisgekrönter ABS®-Rucksack mit dem lang bewährten Deuter Alpine Rückensystem für perfekte und feste Passform.
Ideal für Tagestouren und auch in einer SL-Variante für Frauen verfügbar.
OnTop ABS 28 SL
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OnTop ABS 30

ENTWICKLUNG

Bereits im Jahr 1998 begann Deuter eine Partnerschaft mit ABS® hinsichtlich der Weiterentwicklung der damaligen ABS-Rucksäcke und konnte somit bereits früh Erfahrung mit Lawinenrucksäcken sammeln.
Erst 2014 fiel die Entscheidung selbst mit Lawinenrucksäcken auf den Markt zu kommen. Als Partner wurde wieder ABS® gewählt.
Die Herausforderung und auch der eigene Anspruch war es ein wirklich gutes Produkt zu gestalten. Die OnTop Serie hat (bis auf eine Ausnahme beim OnTop Lite) mit dem Alpine Back ein super Rückensystem, welches das Mehrgewicht des ABS-Systems kaum spürbar macht.
Damit bieten wir einen Rucksack für aufstiegsorientierte Tourengeher aber auch Variantenfahrer an, bei dem man nicht lange überlegen muss.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Mit einem funktionierenden LVS-Gerät wird ein Verschütteter immer gefunden, in vielen Fällen allerdings nicht mehr lebend. Die Optionen für Lebendbergungen werden wesentlich durch die Faktoren Verschüttungstiefe, freie Atemwege und Atemhöhle bestimmt. Bei 50 cm Verschüttungstiefe, freien Atemwegen und einer Atemhöhle, sind die Chancen groß, lebend geborgen zu werden – wenn erfahrene Helfer suchen. Die durchschnittliche Verschüttungstiefe beträgt jedoch rund 1 m und bei drei Viertel aller Verschütteten sind die Atemwege verschlossen. In diesen Fällen ist es oft nicht möglich, den Verunfallten innerhalb von 15-20 Minuten zu finden und soweit auszugraben, dass die Atemwege freigeräumt werden können. Mit Abstand die größten Überlebenschancen haben also jene Wintersportler, die trotz eines Lawinenabgangs eine Verschüttung verhindern können. Deshalb empfehlen wir unbedingt, zusätzlich zur Standardausrüstung den ABS-Lawinenairbag zu nutzen, der im Notfall eine Verschüttung vermeiden kann.

Mit dem ABS-Rucksack kann man keine Verschütteten orten und LVS-Geräte können keine Verschüttung verhindern. Abgesehen von tödlichen Sturzfolgen ist Verschüttung die Ursache vieler tödlicher Lawinenunfälle. Weil aber auch mit dem ABS Lawinenairbag die Verschüttung nicht in allen denkbaren Situationen verhindert werden kann, ist das Mitführen eines LVS-Gerätes unbedingt erforderlich. ABS-Lawinenairbag und LVS-Gerät, Schaufel und Sonde sind deshalb die optimale Lawinennotfallausrüstung.

Gleichgültig ob schwerer Schnee oder Pulverschnee, das Volumen der Airbags von 170 Litern ist so berechnet, dass bei allen Schneearten ausreichend hoher dynamischer Auftrieb entsteht. Es gibt aber extreme Szenarien, wie bei einer Erfassung im Tal, am Ende eines Hanges oder von einer Nachlawine – dann sind die Überlebenschancen auch mit einem Lawinenairbag sehr gering. Diese Situationen sind jedoch eher Ausnahmen. Die meisten Lawinenopfer lösen das Schneebrett selbst aus und geraten dadurch ziemlich am Anfang in den Lawinenfluss. Der ABS-Lawinenairbag kann hier seine volle Wirkung entfalten – 97% Überlebensrate sprechen für sich.

Ja, im Regelfall ist man dazu in der Lage. Wichtig ist allerdings, die Auslösung sofort und kompromisslos vorzunehmen. Wenn man bereits gestürzt ist – sehr häufig kommt man dabei sofort in eine Sturzdynamik – kann es schwer bis unmöglich werden, den Auslösegriff noch zu erreichen. Ein weiteres Problem sind Situationen, in denen der Betroffene nicht registriert, dass er ein Schneebrett ausgelöst hat. Manchmal stürzen die Wintersportler, glauben aber einen Fahrfehler gemacht zu haben und lösen deshalb den Airbag nicht aus. Auch die berüchtigte Schrecksekunde, die eine sofortige Reaktion verhindert, kann zum Problem werden. Reaktion und Motorik für die Selbstauslösung sollten daher beständig trainiert werden.

1. Die Luft der Airbags ablassen.
2. Grundsätzlich ist nach jeder Auslösung der Auslösegriff und die Patrone zu wechseln! Die getätigte Auslösung wird sichtbar an der roten Banderole am Auslösegriff, zudem ist das Dichtplättchen der Patrone angestochen. Nur wenn beide Teile gegen wiederbefüllte bzw. neue gewechselt werden ist das System wieder einsatzbereit!
3. Die Airbags wieder in die Taschen falten.

Er ist vom TÜV vorgeschrieben. Der fest zugezogene Hüftgurt und geschlossene Brustgurt sind für die bestmögliche Wirkungsweise des ABS Systems unerlässlich. Wenn der Hüftgurt des Rucksacks nicht fest genug zugezogen ist, könnte es in der Lawine passieren, dass der Rucksack über den Kopf ge zogen wird. Der Schrittgurt kann dies verhindern.

Nein. Ausrüstung wie Eispickel, Stöcke, Ski etc. müssen außen immer frontal befestigt werden. Nur so können sich die Airbags seitlich ungehindert entfalten. Auch beim Bepacken des Rucksacks ist darauf zu achten, dass der Inhalt die Airbags nicht beschädigen kann.

Die Mitnahme von ABS-Lawinenrucksäcken in Flugzeugen ist grundsätzlich erlaubt. Dies ist im Handbuch der IATA in den Gefahrengutvorschriften unter Tabelle 2.3.A geregelt. Voraussetzung ist aber, dass der ABS-Rucksack 14 Tage vor Abflug bei der Fluggesellschaft angemeldet und in die Buchung eintragen wird. Pro ABS-Rucksack ist eine Auslöseeinheit erlaubt. Die Patrone darf eingeschraubt, der Auslösegriff aber nicht angedockt sein. Man sollte den Auszug aus dem IATA Handbuch am Flughafen-Schalter parat haben – er kann beim zuständigen Servicecenter angefordert oder von der ABS-Internetseite heruntergeladen werden (http://abs-airbag.de/de/service/abs-im-flugzeug/).

Bei Reisen über und in die USA kann es zu Schwierigkeiten mit der Einfuhr von Patrone und Griff kommen. Hier empfehlen wir mit dem ABS Rucksack ohne Auslöseeinheit zu fliegen und Patrone inkl. Griff bei einem Händler vor Ort zu mieten (https://www.abs-airbag.com/de/haendler/).

Der ABS Rucksack ist ein Rettungsgerät, das im Ernstfall über Leben oder Tod entscheiden kann. Der Hersteller empfiehlt, das Gerät alle drei Jahre zu einem Generalcheck einzusenden. Bitte hierzu das Produktservice-Formular verwenden: https://www.abs-airbag.com/de/service/produkt.html. Die Wartung durch ABS beinhaltet den Funktionstest, das Auswechseln von Dichtungen und die Kontrolle des Allgemeinzustandes. ABS empfiehlt zudem, vor jeder Saison eine Trainingsauslösung vorzunehmen. Dabei sollte der Auslösevorgang beobachtet, die Dichtigkeit des Airbags sowie der Allgemeinzustand von Gerät und Rucksack kontrolliert werden.

Durch Ziehen am angedockten Auslösegriff wird die Druckkapsel im Griff gezündet. Der Explosionsdruck strömt durch den Druckschlauch zur Anstech-Einheit. Dort wird die gefüllte Patrone von der Nadel angestochen. Deren Inhalt gelangt durch Druckschläuche zu den beiden Airbags und füllt dort in Kombination mit der Füll- und Ablasseinheit die Airbags. Die Fülldauer beträgt ca. 2-3 Sekunden. Die Druckkapsel im Auslösegriff kann nur einmal aktiviert werden. Damit das Andocken des Griffes leichtgängig bleibt, sollte gelegentlich ein Tropfen ABS-Öl in die Einschubhülse geben werden. Eine Tube ABS-Öl liegt bei und kann bei ABS nachbestellt werden.

Andere Systeme verwenden Bowdenzüge. Um auslösen zu können, müssen sie vorgespannt werden. Dann bleiben sie in Bereitschaft – so werden häufig ungewollte Auslösungen verursacht. ABS® hat daher bereits vor mehr als 10 Jahren von der Bowdenzug-Auslösung auf die wesentlich praxistauglichere pyrotechnisch-pneumatische Auslösung umgestellt. Ein kurzer Zug mit wenig Kraft löst unumkehrbar, in Schallgeschwindigkeit und mit absoluter Sicherheit das System aus.

Der Griff sollte nicht angedockt werden, ohne dass eine geladene Patrone eingeschraubt ist. Denn wenn versehentlich ohne Patrone oder mit leerer Patrone ausgelöst wird, könnte das Anstechsystem beschädigt werden. Dies kann den Ausfall des gesamten Systems zur Folge haben. Passiert versehentlich doch solch eine Auslösung, sollte der ABS-Rucksack zur Überprüfung eingesendet werden.

Ja, der Auslösegriff kann durch den Fachhändler oder durch ABS mit der Griffplatte für Linkshänder auch rechts montiert werden.

Die ideale Position des Auslösegriffs – zwischen Brust und Schulter – ist für die gute Erreichbarkeit enorm wichtig. Daher ist die Halterung des Auslösegriffs höhenverstellbar: Dazu wird der Klettverschluss geöffnet und ausgefädelt, die Griffplatte auf die passende Kunststofföse gesteckt und schließlich der Klettverschluss wieder eingefädelt und geschlossen.

Nein, sofern nicht vorsätzlich eine Vereisung herbeigeführt wird. Es ist darauf zu achten, dass die Klettverschlüsse den Adapteranschluss am Druckschlauch gut schützen, egal ob der Auslösegriff angedockt ist oder nicht. Wichtig ist auch, den Auslösegriff selbst sorgsam zu behandeln und jede Verschmutzung des Stiftes, bzw. der Öffnung des Stiftes zu vermeiden. Kommt es zu einer Verschmutzung, darf der Stift keinesfalls selbst gereinigt, sondern muss umgetauscht werden. Andernfalls könnte eine Auslösung provoziert werden, bei der Verletzungen nicht auszuschließen sind. Beim Umtausch wird lediglich der Wiederbefüllungspreis berechnet.

Die Patronen enthalten ausschließlich ungefährliches, nicht brennbares Gas, wie es in der Umluft enthalten ist. Der Innendruck beträgt 300 bar (Carbonpatrone 340 bar). Das Anstechen der Patrone darf nur in der Anstecheinheit des ABS-Systems erfolgen. Jede Manipulation am Verschluss oder an der Patrone kann zur Explosion führen. Es besteht höchste Verletzungs- und Lebensgefahr, auch für umstehende Dritte! Auch mechanische Belastungen wie z.B. das Herunterfallen der Patrone sollte vermieden werden. Die Patrone ist für einen Temperaturbereich von -40°C bis +50°C ausgelegt.

Die Patronenfüllung sollte ohne Patronenkappe vor jedem Einsatz gewogen werden. Die Gewichtsangabe befindet sich seitlich an der Flasche. Bei einer Abweichung von mehr als 5 g darf eine Patrone nicht eingesetzt werden. In diesem Fall stellt ABS einen kostenlosen Ersatz.

Ja. Die Patrone sollte jedoch in regelmäßigen Abständen nachgewogen werden.

Den Auslösegriff sollten Wintersportler nur dann an das System andocken, wenn sie ins Gelände gehen oder fahren. Ansonsten sollte der Auslösegriff in der Tasche am Hüftgurt aufbewahrt werden.

Ja. Denn im Ernstfall sollte der Wintersportler mit der Auslösung nicht warten, bis er oder sie von der Lawine mitgerissen wird! Der Auslösegriff sollte bereits gezogen werden, wenn der Verdacht besteht, man habe ein Schneebrett abgetreten. Wenn sich daraus dann keine Lawine entwickelt, umso besser – es wurde nur eine Patronenfüllung umsonst verschossen. Um das Gerät vor Ort wieder einsatzbereit zu bekommen, benötigt der Wintersportler dann eben eine zweite Patrone mit Auslösegriff.

Ja. Entscheidend für das Verfallsdatum der Patrone ist die Anzahl der Wiederbefüllungen. Die maximale Zahl der Wiederbefüllung beträgt 20 Intervalle. Die Anzahl der bereits getätigten Wiederbefüllungen werden bei jeder neuen Wiederbefüllung automatisch registriert. Eine Patrone, die das Maximum erreicht hat, wird einbehalten und kostenfrei ersetzt. Der Auslösegriff sollte mindestens alle drei Jahre ausgelöst oder getauscht werden. Das Verfallsdatum befindet sich auf einem roten Plättchen seitlich am Griff.

Die Patronen und Auslösegriffe können nur vom Hersteller wie der befüllt werden. Austauschpatronen und Griffe gibt es nur dort, wo der ABS angeboten wird. Dies gilt auch im Ausland.

Jede Lawine bedeutet absolute Lebensgefahr – ob mit oder ohne ABS-Lawinenairbag! Eine sorgfältige Planung, die Lawinenunfälle möglichst vermeidet, ist also lebensnotwendig. Der ABS-Lawinenairbag darf in keiner Weise die Risikobereitschaft erhöhen!