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Schüler über alle Berge

 
Am 20. Juli machte sich die Schulklasse aus Rosenheim gen Südtirol auf, um ihr Abenteuer anzutreten. Eine kurze (10 km), aber knackige (1000 Hm) erste Tour führte die Neuntklässler zu ihrem ersten Ziel, der Kreuzwiesenalm. Für die 8-Stunden-Wanderung am nächsten Tag hieß es bereits um 6 Uhr aufstehen. Nach kurzer Zeit hellte sich auch beim letzten Morgenmuffel die Stimmung auf: Eine wunderschöne Aussicht bei perfektem Wetter entschädigte alles!

 

Was der Vortag schon gezeigt hatte, wurde am noch längeren dritten Tag (11 Stunden) erneut bestätigt: Die Alpenüberquerung hält für die Schüler nicht nur wunderbare Naturerlebnisse und Abenteuer bereit. Sie zeigt vor allem auch, dass sie mehr schaffen können, als sie jemals gedacht hätten. Und das liegt nicht nur an der richtigen Ausstattung, sondern besonders an dem Gemeinschaftsgefühl der Klasse. Herausforderungen wie Klettersteige und Geröllfelder, Blasen und Erschöpfung wurden gemeinsam durchgestanden. Ein Gefühl, das ebenso unbezahlbar ist wie die Freiheit, die die Klasse in dieser Landschaft immer wieder erlebte.

 

Auf der vierten Etappe vom Grödnerjoch zur Boèhütte ging es genauso anspruchsvoll weiter. Stürmisches Wetter forderte die Jugendlichen und dazu kam ein anspruchsvoller Klettersteig und Schneefelder. „Hier kamen wirklich manche an ihre Grenzen, doch dazu ist das Ganze ja gut. Wir kommen an unsere Grenzen und können sie dadurch erweitern.“ Am nächsten Morgen bestiegen einige der Schüler sogar noch (freiwillig) den Hausberg Piz Boè, um dort den Sonnenaufgang zu erleben.

 

Die nächsten Tage konnten die Schüler wieder ausschlafen, steil hinauf ging es aber dennoch. Doch inzwischen hatte die Truppe Routine im Wandern, aber auch in dem Bewältigen schwieriger Passagen gewonnen. Und auch das Wetter war auf der Seite der Neuntklässler. Kein Wunder, dass am Ende der 8. Etappe bei der allabendlichen Besprechung klar wurde, dass jeder Einzelne die Alpenüberquerung als unglaublich schön empfunden hat und ganz individuelle Erlebnisse für sich mitnehmen wird. Als sie am 29. Juli die letzte Strecke hinter sich gebracht hatten, ging es per Bus in Richtung Venedig. Dort hieß es in erster Linie italienisches Flair genießen, Sightseeing und natürlich stolz sein auf die vollbrachte Leistung.