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Die Gewinnerinnen unseres Preisausschreibens „SL Women’s Fit Outdoor Camp ’09“ erkundeten das Königreich Jordanien. Ausgestattet mit einem exklusiven Deuter Paket aus SL-Rucksack, Daypack und SL-Schlafsack machten sie sich auf, die vielfältigen Naturlandschaften zwischen Wüste, Jordan und Rotem Meer zu entdecken. Neben Outdoor-Erlebnissen standen auch die kulturellen Highlights des geschichtsträchtigen Landes auf dem Programm – schließlich findet man im Königreich Jordanien eines der bedeutendsten Weltkulturerbe: die vor mehr als 2000 Jahren in den Fels geschlagene Stadt Petra. Auf ihrer Reise über-brachten die Gewinnerinnen der Jordan River Foundation die Spendeneinnahmen von den SL Aktions-Tagen der Sportgeschäfte Sporthaus Schuster (München), Globetrotter (Köln), Larca (Schorndorf) und Engelhorn Sports (Mannheim). Für alle, daheim gebliebenen nun ein kleiner Reisebericht einer Camp-Teilnehmerin.

Donnerstag, 27. August 2009

13.00 Uhr, Treffpunkt am Schalter der Royal Jordanian Airlines in Frankfurt. Wir haben uns sofort gefunden und erkannt. Kein Wunder – zehn rote Deuter „Ascent“ Roll-Reisetaschen und „Futura“ Tagesrucksäcke mit den gelben SL-Blume waren nicht zu übersehen.
Nach der Begrüßung wurde auch schon eingecheckt. Die ersten Gespräche kamen sofort ins Laufen. Wer ist wer und wie heißt Du gleich noch einmal?

Nach 5 Stunden Flug landeten wir am Abend in Amman und wurden von Mohammed unserem Guide und unserem Busfahrer in Empfang genommen. Beide begleiteten uns zu unserem Hotel. Auf der Fahrt dorthin bekamen wir bereits den Eindruck, wie groß diese Stadt eigentlich ist, und dass sie auf sieben Hügeln erbaut wurde.

Im Hotel erwartete uns dann noch ein riesiges Buffet. Es ging aber bald ins Bett, denn gleich am frühen Morgen sollte unserer Programm beginnen.


Freitag, 28. August 2009


Nach einem tollen Frühstück ging es los zur Stadtrundfahrt. Nachdem es Freitag und dazu noch Ramadan war, hatten wir die Stadt für uns. Alle schlafen aus und die Geschäfte öffnen erst mittags. Auf der Fahrt durch die Stadt erzählte uns Mohammed viel Wissenswertes über den Amman.

Um 11.00 Uhr hatten wir bei der Jordan River Foundation den Termin zur Übergabe unserer Spende. Die gemeinnützige Stiftung leistet für Not leidende Frauen und Kinder mit nachhaltigen Entwicklungsprojekten Hilfe zur Selbsthilfe. Die Foundation verkauft in ihrem Showroom zum Beispiel handgefertigte Produkte wie Teppiche, bestickte Bettbezüge, Silberschmuck und vieles mehr. Alles wird von Frauen hergestellt, die sich damit ihr eigenes Geld und ihre Unabhängigkeit verdienen. Zusätzlich wird damit ein meist sehr altes Handwerk am Leben erhalten.
Hier bekamen gleich einige Lust von uns zum Großeinkauf für Mitbringsel und für den Eigengebrauch.

Danach fuhren wir zur Zitadelle. Eine alte Ausgrabungsstätte auf der eine Empfangsmoschee, eine Zitadelle zur Wasserversorgung und Ruinen von Wohnstätten zu sehen sind. Von dort hatten wir auch eine prima Aussicht über die umliegenden Hügel auf denen Amman liegt. Ein Häusermeer das kein Ende findet. Akustisch wurden wir durch die verschiedenen Gebetsrufe begleitet – eine beeindrucken-de Atmosphäre.

Am frühen Nachmittag genossen wir dann im Jana Cafe ein typisch jordanisches Menü. Kugelrund und gestärkt sind wir dann noch in einen kleinen Basar, in dem ordentlich Trubel herrschte.

Abends ging es dann ins „Wild Jordan Cafe“, ein lebendiger toller Treffpunkt mit super Ausblick auf Amman bei Nacht.


Samstag, 29. August 2009


Die Reise führte uns weiter zum Toten Meer. Dort empfing uns eine überaus beeindruckende Landschaft. Doch vor dem Besuch des weltbekannten Meeres trennten sich erst einmal unsere Wege. Einige Unternehmungslustige hatten sich für eine Canyoning Tour durch den Wadi Mujib auf eigene Faust entschieden. Für sie hieß es, sich im Hotel für die „nasse Tour“ umziehen und gleich wieder ab in den Bus. Die anderen genossen die, bis hinunter zum Meer gebauten, terrassenförmigen Pools des Hotels.
Am Eingang zum Wadi Mujib wurden wir mit Schwimmwesten und wichtigen Instruktionen versorgt. Und dann ging es auch schon los. Am Anfang war das Wasser knöcheltief, danach ging es schon bis zu den Knien. Immer weiter hinein in die Schlucht, deren wilde Felsformationen in faszinierenden roten Farbschattierungen schillert. Leider hatte keine einen Fotoapparat dabei, da niemand eine wasserdichte Verpackungsmöglichkeit hatte.
Irgendwann stand uns das Wasser bis zum Hals. Auch die Strömung wurde immer stärker gegen die wir ankämpfen mussten. Nun war auch mal klettern und am Seil entlang hangeln angesagt. Nach knapp einer Stunde waren wir am Wasserfall. Herrlich!
Zurück ging’s dann schneller, da wir jetzt mit dem Strom schwammen. Lustig war es dann auch die ausgewaschenen Felsen herunter zu rutschen.
Mohammed war sichtlich erleichtert, dass wir pünktlich (also deutsche Zeit) und alle wohlbehalten wieder zurückkamen.

Nachmittags kamen wir schließlich in Berührung mit dem Toten Meer. Das Meer ist durch die hohe Salzkonzentration so ölig und jede kleine Verletzung brennt wie Feuer, aber soll ja alles gesund sein.
Klar probiert man dann auch das Schwimmen. Was aber nicht klappt, da man wegen der Erdanziehung und dem dafür ungünstigen Körperschwerpunkt immer wieder auf den Rücken gedreht wird.
Lange kann und sollte man sich auch nicht in dem Wasser aufhalten, da es einem auch die körpereigene Flüssigkeit entzieht. Außerdem hatte es hier in der prallen Sonne bestimmt um die 48°C und die geografische Lage des Meers, ca. 400 m unter NN, macht das Tote Meer zu einem brütend heißen Kessel. Ich habe es nicht lange ausgehalten, da ich mir doch keinen Hitzschlag zuziehen wollte. Und hab mich deshalb auch nicht mit dem Heilschlamm einreiben lassen. Ich wollte unter die Dusche, das Salz abwaschen, ab in den Schatten und in „normalem“ Poolwasser abkühlen.

Abends machten wir uns Sorgen um Moni, der es wohl nicht so gut ging. Zum einen hatte sie sich eine Magen-Darm-Geschichte eingefangen, zum anderen war sie wohl zu lange in der Sonne.
Wir hofften darauf, dass sie bis zu nächsten Tag wieder fit war, um weiterreisen zu können.


Sonntag, 30. August 2009

Gleich früh morgens machten wir uns nach Dana auf. Auf dem Weg dorthin kamen wir in eine Polizeikontrolle. Es gab eine Auseinandersetzung, da der Polizist meinte, dass eine von uns ihn fotografiert hätte, was aber nicht gestimmt hat. Unser Fahrer konnte das Missverständnis zum Glück jedoch schnell klären.
Die Strecke nach Dana war eine sehr kurvenreiche, steile, über 100 km lange Bergstrasse. Es war eine atemberaubende Strecke und die zerklüftete, karge Landschaft war beeindruckend. Auch die Luft wurde immer angenehmer umso höher wir kamen.
In Dana, einem kleinen an den Hang geschmiegten Dorf, machten wir uns gleich zu einer kurzen Wanderung auf. Es ging durch Obstgärten, entlang an der Wasserversorgung für die Pflanzen, hinaus in die kargen Hügel. Zu Mittag gab es einen Lunch in der benachbarten Silberwerkstätte. Dort konnte man den Frauen über die Schulter blicken, wie sie die Schmuckstücke herstellen.

Am Nachmittag fuhren wir noch weiter nach Petra. Schon auf der Hinfahrt wurden wir auf unsere neue Unterkunft vorbereitet: ein ehemaliges altes Dorf. Der komplette Ort wurde aufgekauft und zu einem Hotel umfunktioniert. Ich konnte mir das erstmal nicht so ganz vorstellen, war dann aber echt überrascht, wie toll das aussah.
Es war wirklich ein kleines Dorf. Man lief durch enge, bucklige Gassen zu seinem Zimmer beziehungsweise war das Zimmer eine kleine Steinhütte. Die Hütten hatten den gleichen Komfort wie jedes andere Hotelzimmer. Das einzige was gewöhnungsbedürftig war, ist das sie keine Fenster hatten, und man deshalb immer das Licht anschalten oder die Zimmertür aufstehen lassen musste.

Abends hieß es dann mal selber kochen in „Petra’s Kitchen“. Wir bekamen von der Crew erstmal den Menüplan und wurden dann eingeteilt, wer für was zuständig war. Wir wurden schon unterstützt vom Chefkoch, aber im Großen und Ganzen mussten wir selber schnippeln, kochen, braten, würzen usw.
Das Ergebnis war auf jeden Fall auch sehr lecker und kam auch an das Original ran. Selbst unser Guide und der Fahrer haben mitgegessen und auch denen hat’s geschmeckt.


Montag, 31. August 2009


Heute stand die historische Stadt Petra auf dem Programm.
Wow – eine Ausgrabungsstätte die sich über 38 km² erstreckt und bis heute ist noch lange nicht alles ausgegraben worden. Wahnsinn was Menschen vor über 2000 Jahren nur mit einfachsten Hilfsmitteln gebaut haben. Riesige, über 60 m hohe Gräber mit Tempeleingängen, Klöster, Mosaiken, Steinstufen die sich nach rechts und links erstrecken, eine Wasserversorgung und so weiter. Man könnte sich hier tagelang aufhalten und immer wieder Neues entdecken.


Dienstag, 1. September 2009

Am Morgen ging es ganz in den Süden des Landes nach Aqaba am Roten Meer. 40°C treiben uns zum einzig Vernünftigen: an den Strand und ab ins Wasser. Herrlich. Abends sind wir dann noch in Aqaba zum Essen und Shoppen gegangen.


Mittwoch, 2. September 2009


Morgens sind wir noch einmal kurz zum Schnorcheln ins Rote Meer gesprungen. War sehr erfrischend und die Unterwasserwelt war wie im Aquarium.

Am späten Vormittag sind wir dann in die Wadi Rum Wüste aufgebrochen. Eine weite Landschaft mit steilen Felsriegeln, die wir zuerst per Jeep erkundeten. Unterwegs empfingen uns in einem Zelt Beduinen zu einer Tee-Pause, was sehr entspannend war. Anschließend ging es weiter zu Fuß. Ziel waren uralte, in den Fels gehauene Inschriften und Zeichnungen. Auf dem Rückweg konnte dann, wer noch wollte, mit einem Kamel reiten.

Danach mussten wir dann schon wieder aufbrechen, um nach Amman zurück zu kommen.

Donnerstag, 3. September 2009 

Früh morgens brachte uns der Shuttle an den Flughafen. Wir befinden uns nun bereits wieder auf dem Weg nach Hause. Die Sicherheitsvorkehrungen sind ein Witz. Ich frage mich, warum wir in Europa so einen Terz in punkto Flüssigkeiten machen. Kein Mensch hat mir meine Getränkeflasche abgenom-men. Nun ja, wir landen wieder glücklich in Frankfurt und langsam neigt sich unsere spannende Reise dem Ende zu. Ich kann es kaum glauben, dass schon eine Woche vergangen ist.