Deuter GmbH & Co. KG
 
 
Wie packe ich . . .

. . . meinen Rucksack

Ganz wichtig ist, dass man an folgende Punkte denkt:

- Ein Rucksack muss passen
- Ein Rucksack darf nicht zu schwer sein
- Ein Rucksack sollte bewusst gepackt werden
- Ein Rucksack ist kein Christbaum


Ein Rucksack muss passen

Kauft man einen Rucksack, sollte man nicht nur auf die Optik achten, sondern den Rucksack unbedingt mit Gewicht anprobieren.
Denn wenn er mit ordentlich Gewicht beladen ist, merkt man, ob er gut zu tragen ist. Frauen sollten grundsätzlich einen SL-Rucksack ausprobieren.
Ein Charakteristikum der SL-Rucksäcke sind besonders schmal geformte und kürzere Schulterträger. Beidseitige, weiche Kantenabschlüsse, kleinere Schnallen und sehr schmal auslaufenden Träger-Enden verhindern, dass die SL-Schulterträger unter Achseln scheuern oder im Brustbereich drücken. Idealerweise ruht der Großteil des Gewichtes eines Rucksacks auf der Hüfte. Damit
der Hüftgurt auch richtig sitzt, muss der Hüftgurt eine konische Form besitzen, um sich der weiblichen Hüfte mit ihrem schräger ausgeprägten Winkel perfekt anschmiegen zu können.

Ein Rucksack darf nicht zu schwer sein

Frauen nehmen gerne mehr mit als notwendig. Man weiß ja nie . . .
Bequem ist es, wenn der Rucksack nicht mehr als 1/4 des eigenen Gewichtes ausmacht, 1/3 sollte das Maximum sein. Nicht vergessen werden sollte, dass ein Rucksack auch im leeren Zustand etwas wiegt. Folgende Faktoren können das Gewicht beeinflußen:
- Gruppengröße: je größer die Gruppe, desto weniger Allgemeinzeug schleppt der Einzelne
- Reiseart: Zeltreisende tragen mehr als Hotel-/Hüttenreisende (Zelt, Proviant, Kleidung)
- Reisedauer: je weniger Einkaufsmöglichkeiten, desto mehr Proviant muss getragen werden
- Reiseziel: je wärmer desto leichter, je kälter desto schwerer

Ein Rucksack sollte bewusst gepackt werden

Seinen Rucksack richtig zu packen scheint anfangs leicht. Die Packtechnik ist genau so wichtig wie ein gut eingestellter und sitzender Rucksack oder der richtige Schuh, denn ein gut gepackter Rucksack bedeutet mehr „SPASS“. Bei der Packweise sollte man unbedingt auch an die Wegbeschaffenheiten denken. Wer z.B. in alpinem Gelände unterwegs ist, sollte kompakt packen, damit man durch enge Felslücken passt oder auf einem schmalen Grad am Abgrund laufen kann. Wer dagegen sich über flaches, kahles Land bewegt, der kann auch etwas „breiter“ packen. Am oder im Rucksack sollte alles fest verstaut/fixiert sein, damit nichts hin und her schlägt. Auch wenn es nicht auffallen sollte, kann so was viel Kraft kosten, da man eine Gegenbewegung zum Ausgleich automatisiert.

Einteilung:
Lasten lassen sich umso leichter tragen, je näher deren Schwerpunkt über der Achse des Körperschwerpunktes liegt. Diese Tatsache beeinflusst Rucksackform und Tragesystem. Ein schlanker Packsack und ein körpernahes Rückensystem sind deshalb die Idealform.
Es ist sinnvoll Kleidung, Hygiene, Medizin, Essen, etc. in optisch unterschiedliche Tüten einzupacken. Dies hat den Vorteil, dass das Packen leichter fällt und man einen besseren Überblick behält. Sachen, die häufig genutzt werden, sollte man an der Hüftgurttasche, den Seitentaschen, unter den Frontaleingriff des Hauptfaches oder oben ins Hauptfach legen.

Hauptfach:
Das Fach für alles: schwere, mittlere und leichte Sachen. man sollte auch auf eine geschickte Packweiße achten, damit noch ein wenig Ordnung drin ist  und ein schneller Zugriff auf die benötigten Sachen möglich ist.

In das Hauptfach kommen:
- Kleidung
- Hygiene
- Essen
- Kochen

Bei den meisten Deuter Rucksäcken ist das Bodenfach durch einen Boden, der geöffnet werden kann, vom Hauptfach getrennt. Es wird zum Verstauen des Schlafsacks genutzt. Das Bodenfach sollte richtig gut ausgefüllt sein, das verleiht dem Rucksack eine Stabilität. Ist er zu „lose“ gefüllt, kann die darüberliegende Ausrüstung den Rucksack nach rechts oder links umknicken lassen.
Tipp:
Wer eine aufblasbare Isomatte à la Therm-A-Rest hat, der kann diese in das Bodenfach stecken und dann den Schlafsack dazustopfen. Allerdings muss dann der Schlafsack aus dem Kompressionssack und mit einer Mülltüte gegen Regen geschützt werden. Dieser Kniff spart viel Platz!

Ins Bodenfach kommen also:
- Schlafsack
- eventuell Isomatte (wenn aufblasbar)

Äusserst praktisch die Seitentaschen. Ohne diese kommt man nicht mehr aus. Nicht nur, dass sie zusätzlichen Stauraum bieten, sondern vielmehr ist es abgetrennter Stauraum, der Ordnung schafft. Sonst hat man die Tasche am Hüftgurt, das Hauptfach und das Bodenfach.
Man sollte darauf achten, dass die Seitentaschen von den Rucksäcken ungefähr gleich schwer beladen sind.

Die Seitentaschen sind schnell erreichbar, Sachen die schnell zur Hand sein müssen werden dort verstaut:
- Poncho
- Regenhose
- Gamaschen
- Müsliriegel
- usw.

Außen am Rucksack:
Sperrige Ausrüstung wie z. B. ein Zelt oder normale Isomatten gehören nach außen.  Man sollte darauf achten, dass nichts hin- und her pendeln kann!

Was kommt wo hin?
- Zelt:  unten ans Bodenfach
- Isomatte:   an die Seite oder ans Bodenfach
- Wanderstöcke: an die Seite
- Geschirr/Besteck:  Wer Platz braucht, der kann sein Geschirr an die Seite oder an den Frontaleingriff des Hauptfachs machen (so fixieren, dass es nicht rumbaumelt). Zu beachten ist, dass sich dort Äste oder ähnliches verheddern können.