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So schnell kann es gehen. Gestern Nachmittag noch zuhause – absolut nichts ahnend – jetzt im „Todesbiwak“, dem bekannten Biwakplatz am „Bügeleisen“ – mitten in der Eiger-Nordwand. Vor uns türmen sich Wolken, erleuchtet von den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Bald darauf wird es Nacht, der Himmel klar. Der erste Teil der Wand ist geschafft. Traumhafte, sichere Verhältnisse bis hier her, kein Grund, sich zu sorgen. Und doch, eine gewisse Spannung liegt in der Luft. Sie geht aus von diesem Ort, der so belastet ist von unzähligen Tragödien.
Schnee schmelzen mit kalten Fingern, ein paar Bissen Frühstück herunter zwingen – Biwakroutine und Startschuss für einen weiteren Tag in dieser menschenfeindlichen Welt. Seillänge für Seillänge spulen wir ab. Der Weg, die Wand, alles erscheint vertraut. Es sind die vielen Bilder, die wir jetzt wieder erkennen. Endlich am Eiger – was für ein Gefühl! Am frühen Abend stehen wir auf dem Gipfel. Es ist ruhig und mild, ein paar Sonnenstrahlen finden den Weg durch die Wolken. Alles ist so friedlich – ist das der Eiger? Noch sind wir nicht im Tal. Wir steigen ab. Westflanke, Station Eigergletscher, Kleine Scheidegg, dann ist es dunkel. Wir gehen weiter – und sehen immer wieder zurück. Und begreifen langsam, dass es nicht Fels, Eis und Schnee, sondern die Geschichte und Geschichten sind, die das Klettern in dieser Wand zu etwas Unbeschreiblichem machen. |
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