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Die Zeitschrift Öko Test hat wieder einmal zugeschlagen. Diesmal wurden Cityrucksäcke getestet.
Auf Praxistauglichkeit, Tragekomfort, Ausstattungsdetails, oder Verarbeitungsqualität ? Also auf typische Merkmale, die nach unseren Erfahrungen einen Verbraucher beim Kauf eines Rucksacks - zu Recht - interessieren ? Weit gefehlt. Die Cityrucksäcke wurden von Öko Test einer „Schadstoffprüfung im Labor“ unterzogen. Ob sich ein Rucksack überhaupt zum Tragen von Gegenständen eignet, hat die Tester nicht einmal im Ansatz interessiert. Von 15 getesteten Rucksäcken erhielten 11 Produkte das Gesamturteil „ungenügend“, darunter auch das Modell Deuter „Harvard“. Zunächst haben wir uns überlegt, dieses „Testergebnis“ einfach nur zu ignorieren, da es aus unserer Sicht für eine praxisrelevante Verbraucherinformation im Grunde wertlos ist. Dann wollten wir es aber doch genauer wissen und haben unsererseits die von Öko Test ermittelten angeblichen Schadstoffmengen für das Rucksackmodell „Harvard“ einer Untersuchung durch ein neutrales und international anerkanntes Labor unterzogen. Mit höchst interessanten Ergebnissen. Dieser „Gegentest“ hat nämlich schwerwiegende Bedenken in Bezug auf die von Öko Test veröffentlichten Testergebnisse ergeben. Öko Test stellte für unseren Rucksack zunächst eine „erhöhte“ Menge von sogenannten Weichmachern (Phtalate) fest. Dabei wurden von Öko Test für die Beurteilung die gesetzlichen Regelungen für Kinderspielzeug und Babyartikel zugrunde gelegt. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, auch wenn es aus unserer Sicht völlig unsinnig ist, einen Rucksack mit Babyspielzeug zu vergleichen. Unsere Kunden nehmen unsere Rucksäcke weder in den Mund noch lutschen sie an ihnen. Das müsste eigentlich auch den Testern von Öko Test einleuchten. Nach den Feststellungen von Öko Test liegt der Anteil von Weichmachern in unserem Rucksack bei deutlich mehr als 1.000 mg/kg. Nach den uns vorliegenden Laborergebnissen liegt der tatsächliche Anteil in unserem Rucksack dagegen bei etwa 800 mg/kg. Der gesetzlich zulässige Wert, der auch von Öko Test als Messlatte herangezogen wurde, liegt bei 1.000 mg/kg – wohlbemerkt bei Kinderspielzeug und Babyartikeln. Unsere Kunden können deshalb beruhigt sein. Der Rucksack „Harvard“ liegt um etwa 20 % unter dem gesetzlich zulässigen Wert, den Öko Test selbst als akzeptable Größe ihrem Test zugrunde gelegt hat. Unsere Kunden können somit bedenkenlos den Cityrucksack „Harvard“ als Babyspielzeug in den Laufstall legen, auch wenn das nicht unbedingt der Einsatzbereich ist, für den wir den Rucksack konstruiert haben. Die von Öko Test angeblich vorgefundenen „stark erhöhten“ zinnorganischen Verbindungen konnten in der von uns in Auftrag gegebenen Laboruntersuchung ebenfalls nicht einmal annähernd in den von Öko Test angegebenen Mengen festgestellt werden. Unsere Testergebnisse lagen um bis zu 60 % unter den von Öko Test festgestellten Werten. Die erheblichen Unterschiede in Bezug auf die festgestellten Werte sollten aber dennoch Anlass zum Nachdenken geben. Sollte sich etwa Öko Test geirrt haben? Wir haben unseren Rucksack für den Test in seine Einzelteile zerlegt, die fraglichen Materialien auf mögliche Schadstoffe analysieren lassen und daraus anschließend den Gesamtmix für das Endprodukt „Rucksack“ ermittelt. Denn wir wollten auch ganz genau wissen, wie viel angebliche „Schadstoffe“ in dem Rucksack tatsächlich stecken. Leider können wir nicht einschätzen, wie Öko Test zu seinen Testergebnissen kam. Wir hatten vor der Veröffentlichung des Tests in der Zeitschrift Nr. 4 / 2007 von Öko Test die angeblich ermittelten Testdaten für das Rucksackmodell „Harvard“ mit der Bitte um „Überprüfung der Angaben“ erhalten. Daraufhin haben wir Öko Test angeschrieben, auf die mögliche Fehlerhaftigkeit der Testergebnisse ausdrücklich hingewiesen und um Übermittlung des vollständigen Prüfgutachtens gebeten. Eine Reaktion von Öko Test erfolgte nicht. Vielleicht hatte Öko Test ja Angst vor einer objektiven und vor allem faktengestützten Diskussion mit unsicherem Ausgang ? Und man hätte möglicherweise den Testbericht noch einmal überarbeiten müssen ? Oder gar Fehler in der Darstellung der Testergebnisse eingestehen müssen ? Da stellte man sich dann doch lieber tot und ignoriert die von uns vorgetragenen Bedenken. Dieses Verhalten von Öko Test ist für uns nicht nachvollziehbar. Aus unserer Sicht ist der Testbericht von Öko Test vielmehr ein Musterbeispiel dafür, wie ein Presseorgan versucht, mit der Angst der Verbraucher vor „Schadstoffen“ Geschäfte zu machen – auf oberflächliche und deshalb mehr als fragwürdige Weise und auf der Grundlage von Testergebnissen, die das von uns beauftragte neutrale Prüfinstitut nicht bestätigen konnte. Der tatsächliche Nutzen eines derartigen Tests für den Verbraucher ist aus unserer Sicht nicht erkennbar. Um es mit aller Deutlichkeit zu sagen: Sämtliche Rucksäcke von Deuter, darunter auch das von Öko Test „getestete“ Modell „Harvard“, erfüllen alle gesundheitsrelevanten gesetzlichen Vorschriften. Unsere Produkte liegen außerdem noch deutlich unter den äußerst strengen gesetzlichen Reglementierungen für Weichmacher in Kinderspielzeug und Babyartikeln. Viel interessanter und vor allem nützlicher wäre doch für den Verbraucher ein praxisorientierter Test über Funktionalität und Qualität der Cityrucksäcke gewesen. Daran war die ausschließlich „schadstoff“-fixierte Redaktion von Öko Test aber offensichtlich gar nicht interessiert. Öko Test beschränkte sich deshalb auf so sinnlose „Empfehlungen“ wie zum Beispiel den Hinweis, dass man „die Rucksäcke nicht nur lässig über die Schulter hängen, sondern auf den vernünftigen Sitz beider (!) Schulterriemen achten“ soll. Anschließend erfolgte noch der Ratschlag, „schwere Gegenstände möglichst in Höhe der Schultern zu platzieren.“ Möglicherweise glaubt die Redaktion von Öko Test tatsächlich, mit derartigen Banalitäten ihren Lesern seriöse „Empfehlungen“ zu geben. Leider bringt sie damit nur zum Ausdruck, dass sie vom Produkt „Rucksack“ nicht das Geringste versteht. Gleichzeitig wird gegenüber den Lesern aber fachliche Kompetenz vorgetäuscht. Wer aber auch noch vollmundig „jede Menge uncooler Stoffe“ und „noch desaströsere Laborergebnisse“ attestiert, ist aus unserer Sicht - auch in Anbetracht der fragwürdigen eigenen Testergebnisse - nicht an einer objektiv nützlichen Verbraucherinformation über Rucksäcke interessiert, sondern versucht ganz offensichtlich, im Interesse der Auflagensteigerung durch den plakativen Hinweis auf angebliche Schadstoffmengen Ängste zu schüren. Mit einer seriösen und an den Bedürfnissen der Verbraucher orientierten Berichterstattung hat das nach unserer Einschätzung nichts mehr zu tun. Ihr Bernd Kullmann Geschäftsführer der Deuter Sport GmbH & Co. KG |
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